Nein, keine Sorge, Sie haben nicht die neue CD von Neil Young in den Player gelegt. Was hier zunächst ein…
Nein, keine Sorge, Sie haben nicht die neue CD von Neil Young in den Player gelegt. Was hier zunächst ein wenig klingt wie ein neuer Output des amerikanischen Altmeisters, sind die fabelhaften Songminiaturen des kanadischen Multiinstrumentalisten Chad VanGaalen. Selbiger verlässt nur ungern das Haus und hat so viel Zeit, sich allerlei spannende Arrangements auszudenken. Auch…
Ein wenig mehr Mut hätte man der Band aus dem brasilianischen Sao Paolo für die zweite Platte schon gewünscht. Nicht, dass „Donkey“ wirklich schlecht wäre, aber man wird das Gefühl nicht los, dass hier zu sehr auf den internationalen Erfolg geschielt wurde. Englischer Gesang und treibende Gitarren stehen auf dem zweiten Album im Vordergrund. Das…
„Bubblegum Pop“ heißt die Schublade, in die man Heather Mansfield und Jonathan Bree alias The Brunettes bisher gerne steckte. Zwar löst sich das neuseeländische Duo auf seinem ersten auch international (via Sub Pop) veröffentlichten Album nicht völlig von dem glorreichen Wall Of-Sound ihrer früheren Werke, doch der Titel des aktuellen, in Deutschland leider bisher völlig…
Vor zehn Jahren wäre so was noch unter Alt Country gelaufen. Heute steht Country Noír auf dem Waschzettel. Egal, die Attitüde ist gleich geblieben, auch wenn das Genre mittlerweile im Mainstream angekommen ist. Was einen hier erwartet, ist eben nicht der Charts-taugliche US Country-Pop, der sämtliche Insignien des ländlichen Musizierens hinter sich gelassen hat: Westerngitarren,…
Bands, die aus Seattle kommen, haben schnell das Prädikat „Möchtegern-Grunge“ aufgedruckt oder sind sonst in eine vorgepresste musikalische Schiene geschoben. Das alles nur, weil die nordamerikanische Stadt in den 90igern die Geburtsstätte bzw. Hochburg für die Holzfällerhemden-Generation war. Grand Archives kommen zwar aus Seattle, liegen musikalisch aber weit entfernt. Auch wenn sie ihr Album „The…
Wer meint, dass es zwischen Lo-Fi-Aufnahmen und fetten Studioproduktionen nichts geben könne, dem beweist Kelley Stoltz wieder einmal das Gegenteil. Vom Lo-Fi-Geschrammel hat sich der kalifornische Songwriter wohl endgültig verabschiedet, laut eigener Aussage hat er sich mit seiner neuen Platte sogar vom Mid-Fi des Vorgängeralbums zu Mid-Hi gesteigert. Aber egal, welchen Namen man dem Ganzen…
Kinski – was für ein Name. Eine Band, die sich so nennt, bürdet sich damit alle Assoziationen auf, die es zu diesem ungewöhnlichen Charakter gibt. Genie, Wahnsinniger, Perfektionist, Ekel, Dämon, Frauenheld… Man könnte so fortfahren und käme doch nie darauf, welche Assoziationen diese Band aus Seattle dazu brachten, sich nach einem deutschen Schauspieler zu benennen.…
Dass das nicht ewig so weiter gehen konnte, war ja irgendwie klar und ein Neubeginn hatte sich angekündigt. Die Alben, die Sam Beam alias Iron And Wine seit 2002 veröffentlicht, basieren bisher sämtlich auf folgender musikalischer Idee: Ziemlich intim aufgenommene Folksongs, die neben Beams Bariton und seiner gezupften Gitarre nur ein paar kleine instrumentale Gimmicks…
„They are coming to take me away haha, hihi, hoho…“ Das ist das, was sich als Assoziation zu dieser Scheibe aufdrängt. Sie klingt in etwa so, als habe ein 10-jähriger Rotzlöffel sich mit seiner Indie-Schülerband an Material von Brecht / Weill vergriffen und dieses dann konsequent und ohne ironische Distanz (oder aber mit solidem Wahnsinn)…