Damit einem diese Platte so richtig gefallen kann, sollte man folgendes mitbringen: Genügend Freigeist, um mit dem pietätarmen Cover (Engel vergnügt sich gewissermassen kreuzweise am Gekreuzigten) klarzukommen, ausreichend Lässigkeit, um sich darüber hinwegzusetzen, dass die Dinslakener Metal-Hoffnung Messiah’s Kiss sich ihr Debüt nahezu vollständig zusammengeklaut haben und schließlich sollte man natürlich ein Faible für die Herkunft des Diebesguts haben: Die 80er. Ja, frühe Maiden, Baby. Und Judas Priest.
Und Dio läßt nicht nur grüßen, sondern schickt eventuell den Rechtsanwalt vorbei („Reign Of Fire“, „Night Comes Down“). Wer aber die geforderten Eigenschaften mitbringt, müsste diese Truppe um Holy Mother-Shouter Mike Tirelli lieben. Garantiert neuerungsfrei, aber souverän dargeboten.
„Prayer For The Dying“ von Messiah’s Kiss erscheint auf Steamhammer/SPV.




