„Bubblegum Pop“ heißt die Schublade, in die man Heather Mansfield und Jonathan Bree alias The Brunettes bisher gerne steckte. Zwar…
„Bubblegum Pop“ heißt die Schublade, in die man Heather Mansfield und Jonathan Bree alias The Brunettes bisher gerne steckte. Zwar löst sich das neuseeländische Duo auf seinem ersten auch international (via Sub Pop) veröffentlichten Album nicht völlig von dem glorreichen Wall Of-Sound ihrer früheren Werke, doch der Titel des aktuellen, in Deutschland leider bisher völlig…
Omelette-Soundtracks Köln ist so etwas wie die zweite Heimat für Gus Black: Hier gab er seine ersten Konzerte auf deutschem Boden, hier präsentierte er seine CD „Autumn Days“, hier spielte er (an fast gleicher Stelle) beim Fucking Independent Festival und hier spielte er – im Vorprogramm der Eels – erstmalig Material seines neuen Albums „Today…
Als Robert Fisher die vorläufige WGC-Retrospektive „There But For The Grace Of God“ vorlegte, wurde manchem Zuhörer erst so richtig bewusst, wie wenig das Projekt (und auf diese Bezeichnung besteht Robert) Willard Grant Conspiracy eigentlich mit üblichen Maßstäben zu messen ist. Immer wieder brechen Robert und seine jeweiligen Mitstreiter aus den jeweiligen Erwartungshaltungen aus und…
Platte der Woche KW 18/2008 Ob gewollt oder nicht – es hat schon etwas Gutes, dass das neue Album von Portishead erst jetzt erscheint, und nicht recht zeitnah im Anschluss an „Dummy“ (1994) und „Portishead“ (1997). Denn „Third“ würde wohl nicht so sehr herausstechen und nicht solch ein unglaublich fesselndes und spannendes Album sein. Es…
Das ist bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Isobel Campbell und Mark Lanegan. Wie bei „Ballad Of The Broken Seas“ war auch hier die Aufgabenteilung die, dass Frau Campbell die Songs schrieb und arrangierte, die dann von Herrn Lanegan vorgetragen werden (wobei sie Background- und Duett-Vocals und einmal Lead-Gesang beisteuerte). Das Konzept des ersten Albums wurde…
Ehrlich gesagt kann man die Elaborate, die Will Johnson wahlweise als South San Gabriel und Centro-Matic veröffentlicht, ja sowieso nicht richtig unterscheiden. Zugegeben, Centro-Matic ist für gewöhnlich lauter und elektrischer als SSG – aber die Grundzüge – Johnsons gequält-nöliger Gesang, die Art, in der er Harmonien und Melodien verschachtelt und der tendenziell zerrissene Charakter seiner…
Fyfe Dangerfield, den Kopf der international besetzten Schottenkapelle Guillemots einen modernen Phantasievogel nennen zu wollen, wäre wirklich nicht vermessen. Auf dem Guillemots-Debüt „Through The Windowpane“ lebte er seinen persönlichen Wahnsinn noch in tastenden, aber ungestümen Kompositionsversuchen und abenteuerlich atonalen Gesangsorgien aus. Dann jedoch überzeugten er und seine Musiker als wildgewordene, musikalische Naturgewalten auf den Bühnen…
Endlich haben sie sich wieder gelüftet, die Nebel von Everon. Nachdem sie lange nur stets wieder zurückgeruderte Veröffentlichungsdaten für den „Flesh“-Nachfolger (2002) sowie bedauerliche Andeutungen durchgelassen hatten, dass es dem Everon-Mastermind Oliver Phillips nicht gut gehe. Nun aber ist das siebte Album der Krefelder Bombastprogrock-Institution Realität. Und es ist natürlich wieder ein sehr hörenswertes, gutes…
Moby und seine Veröffentlichungen sind immer für Überraschungen gut. „Last Night“ ist da keine Ausnahme. Die neue Platte des kleinen Punk-DJs nämlich ist überraschend unspektaulär und stellenweise sogar langweilig. Verdammt!Nummern wie der Opener „Oh Yeah“ entwickeln sich mit einer Monotomie und penetranten Refrains schnell zu (überlangen) Dancefloor-Nervern, denen einfach die Außergewöhnlichkeit eines Moby fehlt. Etwas…