Deutsche Popmusik. Da heißt es: Achtung! Kitsch oder Kunst? Stil oder Bruch? Zu schön machen es die guten, zu schlecht häufig die anderen. Rauschenberger können das eine, aber auch leider das andere. Auf „Von Wegen und Welten“ gibt es richtig feine Nummern. Aber leider auch die ein oder andere Belanglosigkeit. Was aber nicht wirklich verwundert, schließlich feiert das Quartett im kommenden Juni erst das Einjährige. Da darf das passieren.
An forderster Front steht Namensgeber, Sänger und Songwriter Daniel Rauschenberger, der auf der Bandeigenen Website als „Liedermacher der MTV-Generation“ bezeichnet wird. Was bedeutet, dass er hier mal deutlich und mal diskret über die Liebe und das Leben singt und dabei auch gerne Zeilen raushaut, in denen sich „zweifelsfrei“ auf „Einheitsbrei“ reimt oder die auch „Deine Freunde fangen alle an Kinder zu kriegen und leben jetzt in Dortmund, Köln, Hannover und Siegen“ lauten. Doch auch das hat Charme, das ist ehrlich und wenn der gute Mann das singen will, dann soll er es tun. Musikalisch geht es in die seichte, nur selten rockende Pop-Richtung. In guten Momenten erinnert das an Bosse, wenn sie es ein wenig übertreiben kommen einem auch Revolverheld in den Sinn. Und am Ende ist ein nettes Album dabei heraus gekommen.
„Von Welten und Wegen“ von Rauschenberger ist eine Eigenveröffentlichung.




