Offizielle Geheimnisse sind ja eine Art Widerspruch in sich. Die Band aus Leeds kann sich auch nicht so richtig entscheiden, was sie eigentlich darstellen möchte und gibt sich eher geheimnisvoll: Im Prinzip gibt es gutgelaunten, etwas anstrengenden Gitarrenpop – allerdings mit New Wave-Einflüssen, die hauptsächlich auf Michael Evans Synthesizer zurückzuführen sind und Art-Rock-Aspirationen, die sich in hektischen Tempiwechseln und komplizierten Stolperrhythmen äußern. Die Band klingt dabei keineswegs typisch britisch – einfach deswegen, weil kein Beat im Spiel ist (was ein wenig seltsam ist, denn immerhin nahm man in Ray Davies Konk-Studio auf). Und obwohl die Band Einflüsse aus den 80ern und große Sound-Visionäre wie Scott Walker oder David Bowie zu ihren Einflüssen zählt, klingt die Sache weder Retro noch übermäßig intellektuell – dafür sorgen schon die unbekümmerten Pop-Melodien, die die meisten Tracks vorantreiben. Diese Unbekümmertheit sorgt dann allerdings auch für eine gewisse Gleichförmigkeit, die wiederum die eingangs erwähnte Angestrengtheit bedingt. Live soll die Band ein Knaller sein – auf Tonträger ist es – wie angedeutet – durchwachsen.
„Understanding Electricity“ von Official Secrets Act erscheint auf One Little Indian/Rough Trade.




