Auf dem zweiten Album wird das musikalische Universum des Briten Matthew Hegarty und seiner Band The Atlas (zu der auch das Nashville-Duo The Foreign Field gehört) umsichtig ausgedehnt. Ging es auf der ersten EP zunächst noch um Americana-Emulationen, dann auf dem Debüt um eine Art Pop-Variante (mit entsprechenden Keyboard-Sounds), so geht es auf „Temple“ wieder zurück in eine organische Richtung, die indes auf eine fast epische Weise ausgeweitet wurde.
Das in relativ kurzer Zeit eingespielte Album kommt betont locker und spielfreudig daher und insgesamt tendiert Hegarty als Songwriter zu eher komplexeren Strukturen, die indes mit hymnischen Momenten aufgefrischt wurden. Die nach wie vor vorhandenen elektronischen Elemente wurden dabei sorgsam integriert und bieten auch rhythmische Akzente. Egal, wie man diese Melange nun sieht – sie klingt so weder typisch amerikanisch, noch typisch britisch. Damit ist Hegarty das Kunststück gelungen, ein Album zwischen den Stilen und Kontinenten zu platzieren.
„Temple“ von Matthew And The Atlas erscheint auf Caroline/Universal.




