Wenn schon retro, dann aber richtig – und auch bitte nur so: Das trefflich betitelte neue Album des „King Of Vintage“ bietet so ziemlich alles, was die gute alte Zeit auf Lager hat: Fats-Domino Piano-Rolls, Jackie Wilson-Triller, Howlin Wolf-Jodler, Otis-Redding-Bläser und – Cranstoun kommt immerhin aus London und ist der Sohn eines Ska-Produzenten – sogar Rock-Steady und Ska-Eskapaden. Der Mann, der als Straßenmusiker seine Ausbildung hinlegte, agiert dabei mit seiner akustischen Band erstaunlich authentisch in der amerikanisch geprägten Rock’n’Roll-Blues-Soul-Rockabilly-Landschaft – auch wenn er immer wieder über seine Heimatstadt singt. Gerade das aber verhalf ihm in Großbritannien mit diesem Ansatz bereits zu veritablen Chartserfolgen. So weit wird es bei uns natürlich nicht kommen, aber dennoch macht Cranstoun vor allen Dingen eines: Party-Musik. Nur eben keine aus dieser Zeit.
„Old School“ von Si Cranstoun erscheint auf Ruf/In-Akustik.




