Das Londoner Quintett Pumarosa hat sich eine musikalische Subnische ausgesucht, die – selbst im vielfältigen Londoner Stil-Dschungel – nun wahrlich nicht besonders intensiv beackert hat. Es gibt eine Art dramatisch aufgebohrten New Wave-Pop, der – unter der eindringlichen Leitung der dramatisch agierenden Frontfrau Isabel Munoz-Newsome – aber oft in eine ungewohnt epische Richtung abdriftet. Die meisten der überlangen Tracks überraschen mit einer geschickt gestaffelten Dramaturgie, die eigentlich eher im seligen Prog-Rock zu suchen gewesen wäre. Um das auszufüllen, kommen die Beiträge des Multiinstrumentalisten Tomoya Suzuki gerade recht, der mit Keyboard-Sounds und seinem jazzigen Saxophonspiel für ungewohnte Akzente sorgt. Bemerkenswert noch ist der Umstand, dass Pumarosa trotz des zuvor beschriebenen Ansatzes nicht auf poppige Leichtigkeit und atmosphärische Trip-Hop-Ästhetik verzichten.
„The Witch“ von Pumarosa erscheint auf Caroline/Universal.




