Hunter Hayes ist ein in den USA immens erfolgreicher, in unseren Breiten aus nachvollziehbaren Gründen hingegen vollkommen unbekannter Songwriter und Multiinstrumentalist aus der Nashviller Country-Szene. Hayes begann bereits als Kind Songs zu schreiben und zu veröffentlichen, so dass er bereits mehrere Scheiben independet auf dem Buckel hatte, als 2011 sein offizielles, selbst betiteltes Major-Debüt erschien. Wie viele seiner Kollegen hat er sich musikalisch heutzutage vollkommen von der eigentlichen Country-Musik emanzipiert – sodass sich nun nicht ein Mal mehr Spuren dieses Genres in seinen Songs finden. Stattdessen favorisiert Hayes – auch auf seinem neuen Album – weitestgehend generisch ausformulierten Großgesten-Mainstreampop mit homöopathischen Rock-Elementen und klassischen Männerschmerz-Inhalten, die allerdings aufgrund der besungenen Szenarien nur für gebürtige US-Amerikaner mit Football, Highschool und amerikanischen Allmachtsphantasien im Blut von Interesse sein können. Immerhin – und das muss einem der Neid schon lassen – spielte er fast alle Instrumente der aktuellen CD-Produktion selbst ein und erzeugte so einen soliden Band-Sound.
„Wild Blue (Part I)“ von Hunter Hayes erscheint auf Warner Music.




