Drei Scheiben in zehn Jahren Bandhistorie sind ja nicht so besonders viel. Andererseits: Meisterwerke wie dieses dritte Werk der Kanadier…
Drei Scheiben in zehn Jahren Bandhistorie sind ja nicht so besonders viel. Andererseits: Meisterwerke wie dieses dritte Werk der Kanadier schüttelt man auch nicht eben so aus dem Ärmel. Es scheint nämlich, dass sich das gleichberechtigt agierende Quartett daran gemacht hätten, ein Album aufzunehmen, das alle Aspekte zeitloser, klassischer, organischer Gitarrenpop-Mucke in sich vereint. In…
Etwas rätselhaft ist das schon – denn Dallas Acid ist keineswegs eine Acid-Rock-Truppe aus dem texanischen Dallas, sondern ein Ambient-Trio aus dem texanischen Austin. Texanisch klingt das, was Vokalistin Linda Beecraft und ihre Mannen machen, trotz allem nicht. Eher erinnert das, was hier in sieben episch angelegten Tracks geboten wird, an die klassische Schule der…
Bei den Mavericks darf ja alles immer ein wenig größer, schöner und opulenter sein. Das gilt auch für das neue Werk, auf dem die Jungs zwischen klassischem Country-Pop, Tex Mex, Dancehall-Grandezza, Rock’n’Roll, Honky Tonk, Memphis Soul, Latin-Swing und schmalzigem Torch-Song-Pop so ziemlich alles auffahren, was sie im Laufe ihrer jahrhundertelangen Karriere angesammelt haben. Seit der…
Der Grund, warum der Ur-Antifolk-Popper (und Comic-Zeichner) Jeffrey Lewis nie so populär geworden ist wie sein Kollege Adam Green, ist unter anderem der, dass er sich nie von seinen Roots löste und heute im Prinzip immer noch das macht, mit dem er in den 90er startete: In hanebüchenen Tempo vorgetragene, sich meistens amüsant reimende Wortschwälle…
Einer der Tracks auf dem Debütalbum der Stockholmer Künstlerin Elin Blom, die ihr Projekt mit dem Fotografen Fredrik Etoall kurz Felin nennt, heißt schlicht „Lalala“ und klingt wie ein Outtake einer Blondie-Scheibe der ausgehenden 70er. Und im Prinzip ist das auch die Zielrichtung, die Felin musikalisch anstrebt. Es gibt organische Gitarrenpop-Musik mit einem dezidierten 70s…
Sind das? Nein. Aber sind das? Nein. Dann sind das? Nein. Es sind American Grim und die klauen ziemlich maßlos. Dabei durchaus gekonnt, schlecht ist das nicht, was sie machen. Aber es klingt eben häuig nicht nach American Grim. Sondern mal nach Marylin Manson, mal nach Motionless In White, mal nach Korn und mal nach……
Big Dave McLean ist ein alteingesessener kanadischer Bluesman, der im Laufe seiner 50-jährigen Karriere so ziemlich alle Spielarten des Blues ausprobiert hat. Nun ist er auch in einem Alter angekommen, in dem er das vorher erlernte glaubwürdig, mit Nachdruck und der notwendigen Übersicht zu einer eigenständigen Melange zusammenführen kann. Obwohl Big Dave dabei mit der…
Was einmal gut gecovert funktioniert, funktioniert auch öfter. Fragt mal Me First And The Gimme Gimmes… wobei die natürlich die Krone sind, eine Coverband. Die beste vielleicht. Black Stone Cherry schieben nach zwei Jahren lediglich eine zweite Blues-EP nach. Allerdings eine ziemlich fette. Blues 2019 und das geht so. Sechs Songs sind auf „Black To…
Hardcore. Post-Hardcore. Melodic Hardcore. Progressive Hardcore. Ist doch alles eine Soße? Nicht mal ein bisschen. Und selbst wenn man sich überall bedient, wird nicht zwingend ein, um im Bild zu bleiben, Eintopf draus. Sondern, zumindest in diesem Fall, ein exquisites wie wundervolles Album. Counterparts, Respekt, „Nothing Left To Love“ sollte man kennen. Besitzen. Live erleben.…