Platte der Woche KW 04/2026
Es gab mal eine Zeit, da dachte man bei DevilDuck Records an Indie, Folk, Singer/Songwriter und so. Eher ruhige Sachen. Doch irgendwann erzählte Labelmacher Jörg Tresp auf einer Konzertbühne, dass er auch härtere Sachen mag, anschließend releaste er unter anderem die wunderbare Wisent-Platte. Und jetzt: dieses Schätzchen. Unglaublich toll, unglaublich berührend. Und manchmal eben auch: hart.
Die Band kommt aus Bremen, dieses ist ihre erste Platte. Nicht aber die erste der Musiker, die haben eine Vorgeschichte. Und es geschafft, mit Gregor Hennig (u.a. Muff Potter, The Robocop Kraus, Die Sterne) und Kurt Ebelhäuser (u.a. Blackmail, Donots, Pascow) gleich zwei namenhafte Produzenten zu überzeugen.
“Wasting Words” ist öfter mal eine Post-Hardcore-Platte. Mit Geschrei und Gebreake und atmosphärischen Sounds, Riffs, Melodien und Spielereien und so. Und dann gibt es da auch immer mal wieder dezent melancholische Alternative Rock-Momente, Postrockiges wie Ruhiges, Thrice-Gefühle (wunderbar: “Disappointed“) und große Melodik. Große Momente. Da braucht es nicht immer eine Härte, um eindringlich zu sein. Dramatist schaffen das auch auf anderen Wegen. Und sie schaffen es ganz oft. Sie schaffen es, dass man sich hinsetzt und diese Platte hört. Dass man zuhört, sie laufen lässt und sie wirken lässt. Und das mehr als einmal, sondern richtig oft. Richtig tolle Platte!
“Wasting Words” von Dramatist erscheint auf DevilDuck Records/Indigo.




