Musik ist einfach krass. Man versteht sie einfach ganz oft, ohne sie zu verstehen. Weil man sie fühlt, weil man die MusikerInnen fühlt. In diesem Fall vor allem ihre Verzweiflung, ihre Angst und ihre Traurigkeit. Da spielt es keine wirkliche Rolle, dass Gros Enfant Mort auf Französisch singen. Schreien. Leiden.
Die Band aus der französischen Stadt Poitiers spielt sehr, sehr rohen, sehr groben und unglaublich schweren Post-Hardcore mit schwarzer Kante, der zwar auch seine melodischen Momente hat, aber meist tatsächlich mächtig walzt. Bedrohlich, brutal, wütend. Und da spielt es keine Rolle, ob hier mit Tempo geprügelt oder düster gegroovt wird. Immer geht’s schön in den Magen, fast immer mit bösen Screams, zwischendrin ein paar nicht gut gelaunte Gesänge und natürlich: Verzweiflung, Angst und Traurigkeit. Die große Abwechslung ist ihre Sache nicht, auch wenn ein Song wie „Paillasson 4ever“ mit seinen sprechgesungenen Vocals zwischendrin mal auflockernde Cross-Over-Vibes versprüht und hier und da ein wenig gespielt wird. Nein. Diese Band macht einem nicht leicht, diese Platte ist anstrengend. Diese Platte kann man nicht oft hören. Aber wenn man es tut, fühlt man etwas. Fühlt man die Musik und ihre Macher.
„Le Sang Des Pierres“ von Gros Enfant Mort erscheint auf Moment Of Collapse Records.




