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Mit gleich mehreren Mottos startet am 10. & 11. Juli 2026 die zehnjährige Jubiläumsausgabe des Static Roots Festivals im Zentrum Altenberg zu Oberhausen. „Roots Music To Feed Your Soul“ heißt es auf der Website und auf dem Jubiläumsposter prangt der Spruch „Chasing The Shiver Since 2016“. Beides ist zutreffend, denn Soul und Shiver sind sozusagen im Eintrittspreis mit einbegriffen – weswegen auch das Argument, etwa aus Kostengründen nicht zum Festival zu kommen, ins Leere läuft, denn das, was beim Static Roots Festival über ein normales Konzerterlebnis hinaus geboten wird, ist sowieso nicht mit Geld zu bezahlen.
Oder anders ausgedrückt: Es gibt noch Tickets für das Festival. Grund genug, ein Mal auf das ausgezeichnete internationale Line-Up einzugehen, dass Festivalmacher Dietmar Leibecke für das große Ereignis zusammengestellt hat, um so noch ein bisschen Überzeugungsarbeit zu leisten – obwohl die von einem umfassenden Rahmenprogramm mit Welcome Night, Tour de Ruhr, Familienfoto, Sessions, Catering-Programm und mehr eingerahmten – musikalischen Darbietungen ja (wie bereits angedeutet) nur einen Teil des Gesamterlebnisses ausmachen.
Neben einigen Static Roots Veteranen wie z.B. Leeroy Stagger, der bereits bei der ersten Ausgabe 2016 mit dabei war, der Spanierin Joana Serrat, die 2019 als einzige Frau in eigener Sache auf der Bühne stand (ein Umstand, der sich zum Glück geändert hat), den Texanischen Vandoliers, die sich seit ihrem gefeierten Abrissbirnen-Show 2022 sozusagen runderneuert haben und Live Miranda Solberg, die 2024 als Solo-Künstlerin Louien gastierte, in diesem Jahr aber als Teil der norwegischen Supergroup Silver Lining dabei ist, sind es vor allen Dingen die bekannten (und unbekannteren) weiteren Acts aus dem musikalischen Universum Dietmar Leibeckes, die einen Besuch des Jubiläumsfestivals lohnenswert erscheinen lassen.
Der von Lucinda Williams hochgelobte Americanoir-Künstler Ben De La Cour dürfte etwa mit seinen Gothic-Americana-Sounds für eher ungewohnte Töne beim Static Roots Festival sorgen.
Kirsten Adamson bietet hingegen jene Art von Americana-Dream- und Country-Pop, der schon öfter beim Static Roots zu finden war – nur dass die Dame nicht aus den USA, sondern aus Schottland stammt.
Den Schwedischen Soul-Brother Jesper Lindell wollte Dietmar immer schon mal beim Static Roots haben – dieses Mal hat es nun endlich geklappt.
Irish Mythen wird mit einem Solo-Auftritt in Sachen Folk den „Willie Meighan Slot“ der Jubiläums-Edition bestreiten. (Der verstorbene Willie Meighan inspirierte als Veranstalter des Kilkenny Festivals Dietmar dereinst dazu, das Static Roots Festival zu organisieren.)
Die aus Nashville stammende Emily Nenni wird zwar offiziell als Honky Tonk Act angekündigt – bestreicht allerdings in Sachen Cosmic American Music, Psychedelia und Country-Soul ein ganz ähnliches Terrain wie im letzten Jahr Pearl Charles.
Die aus einem Zufallstreffen entstandene Allstar-Band des aus Portland. Oregon stammenden, knorrigen Altmeisters Jerry Joseph und den schwedischen Dimker-Brothers, die im Rahmen der ersten von Dietmar organisierten Pandemie Session 2021 bereits ihre Live-Qualitäten bewiesen hat, wird generationen-übergreifend tätig sein.
Die kanadische Gitarristin und Songwriterin Julianna Riolino hatte Dietmar bei einer Live Show in der Band von Daniel Romano entdeckt (der beim ersten Static Roots dabei gewesen wäre, wenn er nicht zu einem falschen Oberhausen in Süddeutschland gefahren wäre) und hat sie aufgrund ihrer beeindruckenden Performance als Live-Musikerin gebucht. Mit ihren edgy Gitarrensounds und atypischen Indie-Rock-Akkordfolgen dürfte sie stilistisch durchaus als „Wild Card“ des Festivals überraschen.
Die britischen Dreaming Spires sind eine „typische Static Roots Band“. Robin Bennett gastierte mit dem Projekt Bennett Wilson Poole auf dem Static Roots 2018 und sein Bruder Joe Bennett spielte mit Pete Gow & The Siren Strings 2022 in Oberhausen. Die Dreaming Spires haben sich auf Country-Rock mit Byrds-Touch spezialisiert und werden das Festival beschließen.
Nach der letzten Show laden Conan Doyle und Tony Cleere a.k.a. Small Change erneut zum Singalong im Biergarten des Zentrum Altenburg ein und sorgen für weitere Kilkenny-Vibes. Begleitet werden sie dabei von Gerard Moloney und John Gleeson – die alle zusammen das Quartett The Lincoln Skins bilden (das bei der Warm-Up Night The Southern Fold in Essen supporten wird).
Nachfolgend das komplette Line Up 2026:
The Southern Fold (IRL) – nur Warm-Up Night Essen
Silver Lining (NOR)
Ben De La Cour (USA)
Kirsten Adamson (SCO)
Leeroy Stagger (CAN)
Jesper Lindell (SWE)
Irish Mythen (IRL/CAN)
Emily Nenni (USA)
Jerry Joseph & The Dimpker Brothers (USA/SWE)
Julianna Riolino (CAN)
Vandoliers (USA)
Joana Serrat (ESP)
The Dreaming Spires (UK)
The Lincoln Skins (UK) – Singalong & Support The Southern Fold
Leider bereits ausverkauft ist die „Welcome Night“ für die Fans, die aus logistischen Gründen bereits am Donnerstagabend anreisen müssen (und die dieses Jahr von The Southern Fold in Essen bestritten wird).
Für das Festival selbst sind indes noch Tickets zu bekommen:
Static Roots Festival Tickets
Tour de Ruhr (A Walk Through Strukturwandel)
(Geführter Spaziergang in deiner Sprache und deinem Tempo, ÖPNV für die gesamte Tour (Straßenbahn), eine gegrillte Bratwurst im Gecko Torhaus (Fleisch · Vegetarisch · Vegan), ein privates Konzert eines Festival-Künstlers im Gecko.)




