Es war November 2021, als Mastodon ihr „Hushed & Grim“-Album releasten. Jetzt gibt es einen Nachfolger. Einen besonderen. „Marrow Deep” ist das erste Album, bei dem Gitarrist Nick Johnston zu hören ist. Und das erste nach dem Tod von Ex-Mastodoner Brent Hinds, der im vergangenen Jahr bei einem Verkehrsunfall starb. Inspiriert wurde die Platte dann auch, so heißt es, „von den drei Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie und den zerbrechlichen Fäden, die Leben, Verlust und Schicksal miteinander verbinden.“
Das Album ist tatsächlich auf seine Art besonders, während es gleichzeitig typisch Mastodon ist. Es ist mal wieder ein Album, auf dem in nahezu jedem Moment etwas passiert, das überquillt an spannenden Sounds, geglückten Experimenten, eigenen Ideen und herrlichen Überraschungen. Mit Klavier, Inbrunst, Power und Tempo. Und ohne. Das ist kein Prog, kein Metal, nichts mit Post. Das ist harte Musik von Mastodon. Einzig und alleine das.
Und das, obwohl die Band alles andere als alleine im Studio war. Josh Homme von den Queens Of The Stone Age singt bei einem, Neil Fallon von Clutch bei einem anderen Song. Auch Joe Duplantier (Gojira), Randy Blythe (Lamb Of God) und Nate Newton (Converge) gingen ans Mikro, dazu zockten Ben Koller von Converge und Geezer Butler von Black Sabbath einige Parts. Was für eine Runde.
Was für eine Platte. Zwölf Songs stark, alle Songs stark, manche stärker. Alle zusammen sehr faszinierend und berührend, sehr besonders.
“Marrow Deep” von Mastodon erscheint auf Loma Vista.




