Hach. Was ist das für eine schöne Platte. Und was ist das für eine schöne Rückkehr. Great Escapes aus Münster releasen nach fünf Jahren eine neue Platte. Das Wochenende ist gerettet. Und danach auch. Weil „Vice Versa“ so viel zu bieten hat, so viel kann. So viel mit uns macht.
Emo! Jawohl. Great Escapes zocken hier hochemotionales Zeug, verpackt in schroffen, melodischen Punkrock, verpackt in wunderschöne Musik. Sehr druckvoll, sehr eingängig und ganz oft tatsächlich bezaubernd schön. Da weiß man nicht, ob man grinsen oder grübeln soll.
Sänger und Gitarrist Frederik Tebbe sagt: „Es geht um die Widersprüche, die wir alle aushalten müssen. Sei es, sich immer nach genau dem zu sehnen, was man gerade nicht haben kann, oder Stärke in vermeintlicher Schwäche zu suchen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ‚Vice Versa‘ und insbesondere ‚Flickering Lights.‘ Vielleicht ist das so ein Ding in den Dreißigern, dass man merkt, dass das Leben nicht so simpel gestrickt ist, wie man das zehn Jahre vorher noch angenommen hat.“
Zehn Songs sind auf der Platte und tatsächlich jedes einzelne werden all die mögen bis lieben, die auf diesen Gunner-Sound stehen, auf Bands wie Nothington, The Penske File, MakeWar oder Iron Chicstehen. Und würde es das Booze Cruise Festival noch geben, müssten Great Escapes hier spielen. Jedes Jahr.
„Vice Versa“ von Great Escapes erscheint auf Highway Fifteen Records/Keep It A Secret Records.




