Es war 2017, als „Colossus“ erschien. Bis jetzt musste man auf den Nachfolger warten. Und das lag nicht unbedingt am Bock, Triggerfinger sagen selbst, dass sie noch „den Hunger haben, auf der Bühne zu stehen, gemeinsam Musik zu machen, zu spüren, wie die ersten beiden Akkorde die richtigen Töne treffen, und die Magie zu erleben, die drei Individuen zu einer Einheit verschmilzt.“ Und die richtigen Töne haben sie hier getroffen, die neue Platte groovt wie Sau.
„Tarmac“ ist keine wilde oder gar hektische Platte, keine Ekstase, kein Durchdrehen. Und trotzdem ist das hier verdammt druckvoller, verdammt intensiver Rock N Roll. Reifer, souveräner, extrem cooler Rock N Roll. Es fuzzt hier ganz hervorragend, es groovt, es hat Stil. Diese Platte hat so viel Stil.
Über 20 Jahre ist es her, dass wir schrieben, dass sich „die Queens Of The Stone Age warm anziehen müssen, denn aus dem Land der Waffeln kommt jetzt eine legitime Konkurrenz, die sich den Begriff Desert Rock auf die Fahne geschrieben hat.“ Aber das ist längst vorbei, das war früher. Heute hissen Triggerfinger ihre eigene Fahne. Klar, auch hier mit Stoner Einflüssen, voller trockener Riffs und dieser ehrlichen, stoischen Lässigkeit. Doch die Band Sänger und Gitarrist Ruben Block ist heute auch Soul und ein wenig Blues, ist ein bisschen Vintage, mag es mal sanft und dezent gechillt. Mag es abwechslungsreich und aufregend. Und genau das: mögen wir. Sehr. Wir sehen uns auf der Tour.
„Tarmac“ von Triggerfinger erscheint auf Hufter.




