Es ist nach „Send Dudes“ erst ihr zweites Album. Aber so sehen die Musiker von Aktiv Dödshjelp gar nicht aus. Und so klingen sie auch nicht. Sicher. Die Platte ist wild, wirr und hektisch und heftig. Aber muss sie ja auch. Ist ja Punkrock. Schweinerock. Punk N Roll. Aber sie ist auch ganz schön smart und verspielt und zu Ende gedacht.
Aufgenommen wurde das gute Stück in Oslo, produziert von Bendik Markovic Toming-Weston. “Weil er weiß, wie man Refrains erschafft, bei denen die Gitarren wie Rasierklingen klingen. Er weiß genau, wie man Songs größer macht und damit ein breiteres Publikum erreicht, ohne die ursprüngliche Idee zu verwässern.“
Aktiv Dödshjelp kommen aus Norwegen und man kann sagen: Sie klingen auch so. Kvelertak, The Good The Bad And The Zugly, Turbonegro, sie alle gehen in eine ähnliche Richtung. Aktiv Dödshjelp aber klingen deutlich verspielter als die anderen, neugieriger, kreativer, abwechslungsreicher.
Sie haben keine Probleme, auch mal in Classic Rock meets Synthesizer-Sounds („Når Jeg Dør“) oder in (Power-)Pop-Gefilde abzudriften und einen Song wie „Kjøttkverna“ zu zocken, auch ein Song wie „Hurn Som Sitter Fast“ hat Dennis Lyxzén-Vibes. Ohne wie Refused zu klingen natürlich. Anderes dagegen ballert einfach nur schroff und schnell und böse und wenn sie „Øyesmelter“ live spielen, wird der Laden einfach mal abgerissen.
“The Nasty Piece” von Aktiv Dödshjelp erscheint auf Crestwood Records/Loud Media.



