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Augen auf im Internet, da steht manchmal komisches Zeug. Laut Wiki nämlich haben sich Itchy im Jahr 2000 gegründet, sie selbst feiern in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Fakt: herzlichen Glückwunsch, ganz viel Respekt. Und schön, dass kein Best Of zum Jubiläum geben soll. Lieber releasen sie neue Musik.
Vor ein paar Wochen schon kam der „Tribute Song“, über den Sänger & Bassist Panzer sagte: „Ein Ohrwurm, der mich seit Ewigkeiten nicht in Ruhe lässt, ist ‘Where Is My Mind?‘ von den Pixies. Jeden Tag, wenn ich die Nachrichten höre, lese oder sehe, habe ich diese Zeile im Kopf, denn bei all dem Irrsinn, der jeden auf der Welt Tag passiert, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, langsam meinen Verstand zu verlieren. Der Song ist also eine Hommage an dieses großartige Lied, das mich manchmal aber auch ein bisschen wahnsinnig macht.“
Jetzt haben Itchy auch „Oh Boy“ releast. Ein Song mit einem tragischen Hintergrund, geht es doch um Freund und Crew-Mitglied Bobbes, der an Krebs gestorben ist. Die Band selbst sagt: „Tod, Verlust und Trauer sind, aus irgendeinem Grund, ja immer noch Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Jedenfalls hat man oft das Gefühl, dass nur sehr ungerne darüber gesprochen wird. Oder man würde gerne mehr darüber sprechen, tut es dann aber doch nicht, weil man niemanden belasten möchte. Wir finden, das sollten wir langsam ändern.“
Das vollständige Statement steht unter dem Video. Hier geht’s zu den vollständigen Tourdaten, Itchy sind ab Ende Oktober auf großer Tour.
„Tod, Verlust und Trauer sind, aus irgendeinem Grund, ja immer noch Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Jedenfalls hat man oft das Gefühl, dass nur sehr ungerne darüber gesprochen wird. Oder man würde gerne mehr darüber sprechen, tut es dann aber doch nicht, weil man niemanden belasten möchte. Wir finden, das sollten wir langsam ändern. Mittlerweile ist es schon über drei Jahre her, dass wir unseren engen Freund (Max‘ allerbester Freund seit Kindheitstagen) und langjähriges Crew-Mitglied Bobbes an den Krebs verloren haben. An dem Tag, an dem wir von seinem Tod erfahren haben, waren wir gerade auf Tour und wir wissen bis heute nicht, wie wir es geschafft haben, an diesem Abend überhaupt auf die Bühne zu gehen. Was wir aber noch wissen ist, dass das Publikum ein sehr feines Gespür hatte und uns, mit einer unfassbaren Energie, durch diese anderthalb Stunden getragen hat. Man kann ja glauben, was man will, aber wir drei sind uns sicher, dass Bobbes an diesem Abend mit uns im Festsaal Kreuzberg in Berlin war. Jeder Mensch hat seine eigene Art mit Trauer umzugehen und da wir nun mal Musiker sind, haben wir das naheliegendste gewählt und uns endlich getraut dieses Thema in einem Song von uns zu verarbeiten. In den nächsten Tagen und Wochen wollen wir euch einiges über unseren Freund Bobbes erzählen. Wie er war. Was er uns bedeutet. Wie er uns inspiriert hat und es immer noch Tag für Tag tut. Wir werden aber auch darüber sprechen, wie man generell mit dem Tod eines geliebten Menschen umgehen kann und wie man es schaffen kann, am Ende vielleicht doch etwas Positives und Schönes aus der gemeinsam erlebten Zeit zu ziehen. Unser Song ‚Oh Boy‘ bedeutet uns Dreien unfassbar viel und wir freuen uns sehr, sie euch jetzt endlich zeigen zu dürfen.“




