Wenn eine Band nach sieben Jahren mit einer neuen Platte auf der Matte steht und diese wie vor sieben Jahren klingen würde, dann hätte diese Band etwas falsch gemacht. Was ein Glück, dass die tollen Marmozets sich dessen bewusst waren und sich hier nicht selbst kopieren. Marmozets 2026 also. Immer noch mit der Energie von früher, immer noch mitreißend und aufregend. Aber kein zweites „Knowing What You Know Now“.
„CO.WAR.DICE“ ist ein wildes Stück Musik, eine Platte voller Euphorie und Enthusiasmus und großartiger Songs. Ungestümer Alternative Rock gemischt mit Post-Hardcore, ihrer Version von Punkrock und reifer Poppigkeit. Oder anders: Hier passiert ganz viel und ganz viel gefällt.
Während der Opener „A Kiss From A Mother“ direkt ballert und schreit und mit dezenten Billy-Rhythmen verwirrt und „Running With The Sun In Your Eyes“ sich nicht zwischen stampfend und doch lieber etwas schräg entscheiden kann, fühlt man bei einem Song wie „Swear I’m Alive“ sowohl den Stil einer Madonna genau wie den Vibe von Garbage.
Elf Lieder, darunter auch noch die Akustik-Nummer „Dandy“ und das über sieben Minuten lange „Keep Going Darling“, haben die Marmozets auf ihre Comeback-Platte gepackt, die sie sich in Teilen von Johnathan Gilmore (Biffy Clyro, Nothing But Thieves) produzieren haben lassen. Elf Lieder gefallen wieder ganz außenordentlich. Und manche sogar noch etwas mehr.
„CO.WAR.DICE“ von den Marmozets erscheint auf Nettwerk/Bertus.




