Australien, was los da? Amyl & The Sniffers, The Chats, Clowns, King Gizzard & The Lizard Wizard – und natürlich C.O.F.F.I.N. Aus Sidney, nicht Skandinavien. Und eine von diesen vielen großartigen Punk- und Rock N Roll-Bands aus Down Under. Jetzt haben sie ihre bereits sechste Platte am Start. Eine großartige Arschtritt-Platte, die ganz schnell auf die Bühne muss.
Das Oslo im Titel passt schon irgendwie und das nicht nur, weil C.O.F.F.I.N ausgeschrieben Children Of Finland Fighting In Norway heißen soll. Auch, weil die Band eine herrlich deftige Mische aus Punkrock und Rock N Roll spielt. Dermaßen deftig, dass auch Detroit gepasst hätte. Und London. Motörhead gründeten sich einst hier und waren und sind sicher ein Einfluss. Unter anderem. Ben Portnoy, Sänger und Drummer der Band, sagt:
„Wir waren die Kids, die auf die Musik ihrer Eltern angesprungen sind, die sich in Sabbath, AC/DC und Zeppelin reingehört haben, dann in die Stooges und die Ramones, später Slayer und diesen ganzen norwegischen Black Metal. […] Eine Woche haben wir Dead Kennedys kopiert, die nächste Pink Floyd.“
Pink Floyd muss man hier etwas suchen, vieles anderes nicht. „Out In Oslo“ ist roh, wild, schnell und dreckig, ist Hardrock aus der Garage, ist so viel purer Punkrock. „Think Bad“ erinnert dabei etwas an The Hives, „A Place To Stay” ist Lemmy auf Punk, “Won’t Let You Down” kommt mit Mudharmonika und Schunkel-Vibes, „Sleep In It“ hat plötzlich Power-Pop-Chöre. Herrlich. Herrliche Platte, auf Tour im November.
“Out In Oslo” von C.O.F.F.I.N erscheint auf P(Doom).




