Normal geht nicht. Gewöhnlich auch nicht. Tomatenplatten sind anders. Eigen, manchmal schräg, manchmal schräger. Und dabei meistens ganz schön schön. „In den Dosen“ von Tiny Doris macht da keine Ausnahme.
Tiny Doris kommen aus Berlin, sind inzwischen ein Trio und spielen so etwas wie Pop, der eigentlich Punk ist. Denn auf der einen Seite klingen sie durchaus eingängig, fast schon niedlich, einfach smart und eben poppig. Aber gleichzeitig zocken sie noch so viel mehr. Machen, was sie wollen. Ich mach mein Ding. „In den Dosen“ klingt allerdings mehr nach Nina Hagen, auch mal nach NDW, wenn es so schön piepst und brummt und scheppert. Schroff, Punk, lass uns tanzen. Lauschen. Lauschen beim Tanzen.
Es sind nur acht Lieder auf der Platte, die natürlich auch gestreamt werden kann, die es allerdings nicht auf Spotify gibt. Acht bunte, abwechslungsreiche Art-Pop-Songs, von denen manche auch mal ein wenig lauter werden können, andere etwas sperriger („Brems Brems“) klingen und keines langweilt. Keines normal ist. Jedes spannend ist. Und etwas schräg.
„In den Dosen“ von Tiny Doris erscheint auf Tomatenplatten.




