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  • Desperate Journalist – Ruhm war nie unser Ziel

    Wie leicht es doch sein kann, wenn man Musik aus den richtigen Gründen macht! Für Desperate Journalist geht es nicht in erster Linie darum, auf der Erfolgsleiter nach oben zu klettern, sondern schlicht und ergreifend um die bestmögliche künstlerische Selbstverwirklichung. „No Hero“ ist deshalb ein sehr treffender Titel für das bemerkenswerte fünfte Album des Londoner…

  • Thurston Moore – Flow Critical Lucidity

    Thurston Moore taucht ab in eine Traumwelt. Auf seinem neunten Solowerk hat der amerikanische Ausnahmemusiker spürbar Freude daran, Facettenreichtum großzuschreiben. Schnell wird beim Hören deutlich, dass „Flow Critical Lucidity“ definitiv nicht seine radikalste und vielleicht auch nicht seine beste Platte ist, fraglos aber seine kurzweiligste ist, denn dass er sich im Spannungsfeld von kantigem Experimentalismus…

  • Honeyglaze – Three is the magic number

    Was anderen schwerfällt, klingt bei Honeyglaze ganz leicht: Mit seinem fantastischen zweiten Album, „Real Deal“, stellt sich das Londoner Trio, für dessen Sound der Begriff „Post-Punk“ viel zu eng gefasst ist, auf die Schultern seines beeindruckenden, selbstbetitelten 2022er-Debütalbums und gelangt so ganz spielerisch zu mitreißend kratzbürstigen Songs, die spürbar reifer und tiefgründiger sind als zuvor…

  • Deadletter – Hysterical Strength

    Platte der Woche KW 38/2024 In Zeiten, in der jede Woche 100 neue Bands aus dem Boden zu sprießen scheinen, sind Konsensbands, wie es sie früher gab, heute ja immer seltener. Aber es gibt Ausnahmen: Dass Deadletter ganz heißer Scheiß sind, da scheinen sich derzeit ausnahmsweise mal alle einig zu sein. Auf ihrem mitreißenden Debütalbum…

  • Nada Surf – Leben im Hier und Jetzt

    Kaum zu glauben, aber wahr: Wenn nun „Moon Mirror“, das inzwischen zehnte Album von Nada Surf erscheint, ist es genau 30 Jahre her, dass Sänger, Gitarrist und Songwriter Matthew Caws, Bassist Daniel Lorca und Schlagzeuger Ira Elliot ihre erste Single veröffentlicht haben, bevor sie mit Evergreens wie „Popular“, „Inside Of Love“ oder „Always Love“ den…

  • Sophie Chassée – Heartbreak is a motherf***er

    Got Attitude? Mit ihrem feinen neuen Album „Attachment Theory“ schwimmt sich Sophie Chassée frei – persönlich wie künstlerisch. Schon vor dem vor dreieinhalb Jahren veröffentlichten Vorgänger „Lesson Learned“ hatte sich die inzwischen 27-jährige Musikerin vom Niederrhein vorsichtig aus der Nische des Modern Fingerstyle herausgewagt, in der sie schon als Teenager mit drei Alben und vielen…

  • Mercury Rev – Born Horses

    „Ein großartiges Stück erhebender Musik, das die Ohren beruhigt und die Hörerschaft in einen traumhaften Zustand versetzt“, schrieb ein englischer Kollege bereits über „Patterns“, eines der vielen Highlights auf dem neuen Album von Mercury Rev. „Alles beim Alten, also!“, könnte man meinen, schließlich haben sich die amerikanischen Tausendsassas spätestens seit ihrem Meisterwerk „Deserter’s Songs“ aus…

  • Wunderhorse – Ungeschönte Schnappschüsse

    Von wegen Rockmusik ist tot! „Midas“, das fabelhafte zweite Album der britischen Senkrechtstarter Wunderhorse, fesselt vom ersten Ton an mit rauen Ecken und Kanten, gewollter Unvollkommenheit und einer schier unbändigen Grunge-Energie und ist in einer von vorsichtigen Marketingkampagnen und Spotify-Algorhythmen beherrschten Musikwelt, in der noch Platz für langweilige Pop-Beliebigkeit zu sein scheint, ein kaum mehr…

  • CATT – 21.08.2024 – Essen, Zeche Carl

    A change has come „Change“ – auf diesen Namen hat Catharina Schorling alias CATT ihr vor rund 18 Monaten erschienenes zweites Album getauft, und dass dieser Titel kein Etikettenschwindel ist, beweist die ursprünglich aus dem Wendland stammende Multiinstrumentalistin nun beim sommerlichen Open-Air-Auftritt im Garten der Essener Zeche Carl. Mit ihrer perfekt eingespielten Band im Rücken…

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