Ein trauriger Eisberg Was wäre eigentlich, wenn Malcolm Middleton aus dem Nichts käme? Wäre er die Entdeckung der Traurigkeit in…
Ein trauriger Eisberg Was wäre eigentlich, wenn Malcolm Middleton aus dem Nichts käme? Wäre er die Entdeckung der Traurigkeit in der Popmusik? Würde er ignoriert werden? Seine tragende Rolle als instrumentelles Mastermind bei Arab Strap sichert ihm zumindest das Interesse dieser Fans. Doch wenn er alleine Musik macht, ist es nur noch ein Soloprojekt –…
Platte der Woche KW 38/2005 Devendra Banhart hat sich neu erfunden. Waren die bisherigen Veröffentlichungen des als Shooting Star der „New Weird America“-Szene stilisierten US-Latinos auf Anrufbeantwortern und Vierspurgeräten aufgenommene, entzückende und zugegebenermaßen reichlich versponnene Solo-Skizzen, so ist das vorliegende Studioalbum reichlich instrumentiert und weniger LoFi als die Vorgänger. Das – an „Seargent Pepper“ gemahnende…
Jeder, der Sam Beams umwerfende, minimalistische Neofolk-Songs liebt und die Giant Sand-Kinder Calexico schätzt, muss dieser Kooperation voller Neugierde entgegenfiebern. Also: „In The Reins“ klingt – das ist jetzt nicht besonders originell – nach Iron And Wine meets Calexico und ist eine mittlere Offenbarung. Waren die Band-Versuche von „Our Endless Numbered Days“ noch durch eine…
Es gibt zwei Arten, sich ein Album anzuhören: Entweder läuft eine Platte nebenbei und wird zum Hintergrundsvergnügen oder man setzt sich wirklich und wahrhaftig mit dieser auseinander, hört jedem Soundschnipsel aufmerksam zu und liest die Texte wieder und wieder. Manche Veröffentlichungen erfordern diese Aufmerksamkeit, damit man das künstlerische Schaffen verstehen und in die Materie tiefer…
Ach, was war das für ein schönes Album, die „Vorher Nachher Bilder“-CD von Jens Friebe! Lieder, die mal nicht auf mariannengrabenartigen Tiefsinn setzten, sondern auf Tanzbarkeit im Sinne von den Wörtern, die da auf den Keyboards stehen: Rock, Bossa Nova, Cha Cha. Das war charmant gemacht, nicht ohne Tiefgang und im Umkehrschluss ein Lieblingsalbum der…
„Eine Tüte Spaß“ wäre auch ein guter Titel für diese wahrlich schräge Platte gewesen. So gibt es eben „Eine Flasche Musik“ und die hat es in sich. Textlich wie musikalisch. Die Combo gründete sich 1997 in einem Neusser Wohnzimmer, um die Popwelt mit deutschsprachigem Beatpop zu beglücken. Dabei sind die stilistischen Grenzen bewusst fließend gehalten.…
Es lebe der gute, alte Rock in all seinen Facetten und das Spannende daran ist, dass er niemals langweilig wird. So gibt es immer wieder neue Bands, neue Stilrichtungen und somit neue Möglichkeiten. Die Berliner Band Revolt hat sich auch voll und ganz dem Rock verschrieben und bringt jetzt mit „Life In A Dead System“…
So wie der Ex-Zappa-Stunt-Gitarrist Mike Keneally („The Universe Will Provide“, vgl. Rezension auf Gaesteliste.de) und so wie Zappas vielleicht größte „Entdeckung“ Steve Vai hat auch der zeitweilige FZ-Drummer Terry Bozzio (u.a.: Jeff Beck, Missing Persons, UK) schon mehr als einen Flirt mit der Klassik und konkret mit dem für derartige Grenzgänge besonders zugänglichen niederländischen Metropole…
Das Berliner Electro-Quartett Ampl:tude veröffentlicht mit „Auf Hören“ seine zweite Platte auf dem symphatischen Sinnbus-Label. Wie schon auf dem Vorgänger „Dichter zusammenrücken“ knarzt und plukkert es vor sich hin, das es eine wahre Freude ist. Dabei verbreiten die elektronischen Kleinode nicht die Kälte anderer Electroprojekte, sondern eher songwriterische Wärme, die man von diversen Laptopfolk-Sachen kennt.…
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