Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, wer jetzt alleine ist, wird es lange bleiben“, so schrob der…
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, wer jetzt alleine ist, wird es lange bleiben“, so schrob der Dichter in seinem grad so ungemütlich passenden „Herbsttag“. Und wer jetzt noch kein Live-Konzert der ProgRock-Größen Spock’s Beard mit ihrem ehemaligen Mainman Neal Morse gesehen hat, der kann nach dessen Ausbruch in konsequentes Frömmeln und…
„Fortschritt durch Technik“: Ein altes, funzeliges, aber heissgeliebtes Video „Operation Livecrime“ von der legendären Tour zu einem der größten Alben der Rockgeschichte von Seattle’s Finest haben ein Freund und Endesunterzeichneter schon bis zur Tonkopfzerrüttung gespielt und abgenudelt. Heißt: Der Klang dieses rumpeligen Dröhnträgers, der ohnehin dem Livesound nie den Q-Tip reichen konnte, wurde immer gruftiger…
Wenn der vermutlich herausragendste amtierende Rockschlagzeuger des Erdenrunds, Queensryche-Gründer Scott Rockenfield ein „Soloalbum“ absondert, massiert das die Gehörknöchelchen schon mal in eine gewisse Erwartungshaltung: Totale Fehlanzeige! Nix mit Powerdrumming-Attacken wie etwa bei Cozy Powells (R.I.P.) „Tilt“. Auch Show-off-Arien à la Iron Butterfly oder Stargästebesetzungen wie bei Billy Klopham werden nicht geboten. Stattdessen extrem ruhige Musik…
Wenn schon Death Metal skandinavischer Spielart, dann so: Das All Star-Projekt um Dan Swanö (Nightingale, Edge Of Sanity), Mikael Akerfeld (Opeth) und den Gitarristen/Bassisten von Katatonia, Anders Nyström und Jonas Renkse alias Lord Seth, hat nach der 2000er EP „Breeding Death“ nun eine 41minütige, wahrlich kurzweilige Death Metal-Lehrstunde eingemetzelt. Nichts davon beschreitet nie gehörte Wege,…
Weltraumiges Cover, spaciges Intro, gelegentlich nicht zu verleugnender deutscher Akzent bei englischen Texten: Arilyn machen nach eigener Darstellung „Space Rock“, stehen nach des Rezensenten Darstellung dabei aber weniger direkt in der Hawkwind-Nachfolge als vielmehr spürbar in der ehrbaren Krautrock-Tradition von Größen wie Eloy, Jane, Wallenstein, Amon Düül und wie sie alle hiessen.Mit diesem nostalgischen Gefühl…
Traurig. Der ehemalige Frontman der unvergesslichen Straycats hat ja durchaus einen Ruf zu verlieren. Was ihm diesbezüglich die mistglückten Soloplatten (z. B. „Live Nude Guitars“, obwohl der Name dieses Schrottalbums nur schwer über die Tastatur kommt) noch gelassen haben, schickt nun spätestens diese Weihnachtspladde in die ewigen Jagdgründe.Wirklich nichts gegen Swing, nichts gegen Setzers schon…
Nicht mit dem wunderschönen aktuellen Tori Amos-Album zu verwechseln (das heisst ja „Scarlet’s Walk“), aber gleichfalls von einer Frauenstimme dominiert, wird Cinnamonia von dem Label mit dem schönsten Logo im Musik-Biz als „Art-Pop“ in’s Rennen geschickt. Kein Streit jetzt um Schubladen, aber Electro-Folk wär‘ eventuell auch gegangen, denn die klar-kühle Stimme von Sandra Werner gemahnt…
Kräftig tiefergelegte Gitarren, ein Gebrüll, als würde man Fear Factory gerade das Gehirn pürieren, zwischendurch cleane Vocals von einem anderen Sänger, etliche Produktionsgimmicks wie Intros, nettgemachte Überleitungen und Electronica-Effekte, für die ein eigenes Bandmitglied abgestellt ist -> werisndas?Downthesun heissen die Jungs, die mit heftigstem Namedropping auf uns losgelassen werden (einer der beiden Sänger war mal…
Flowerpower mit Schmerzenskönig Das Publikum auf Progressive Rock-Konzerten scheint sich von dem bei allen anderen Metal-Events grundlegend zu unterscheiden: Bei Gothic-Gigs sind zugegeben meist die Mädchen im Pit viel hübscher, bei Black Metal-Acts gibt’s phantasievollere Selbstkostümierung (Marke Lemuren und Pandabärchen) und -inszenierung als selbst noch auf dem Kölner Geisterzug zu bewundern, bei Thrash-Convents erfreuen Nieten…
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