Im Prinzip gehört das Trio um Chad Stokes (Dispatch) zum Genre der Politrocker – obwohl das in Bezug auf diese…
Im Prinzip gehört das Trio um Chad Stokes (Dispatch) zum Genre der Politrocker – obwohl das in Bezug auf diese wahrlich abenteuerliche Scheibe nicht weiter hilft: Der erste Track ist eine Prog-Rock-Nummer mit Death-Metal-Passagen, dann geht es weiter mit Ska- und später Reggae-Rhythmen, es folgt eine Folk-Ballade, dann gibt es Schrammelrock und schließlich angedeutete World-Beats…
Große Namen werden genannt, wenn es darum geht, den Newcomer José James einzuordnen: Terry Callier, Andy Bey oder Gil Scott-Heron werden da als Referenz aufgeführt – und das nicht ohne Grund. James hat jenen gutturalen, rauen Grundton mit diesem Quentchen Müdigkeit in der Stimme, die auch o.a. Herren auszeichnet und auch er bewegt sich vornehmlich…
Der auf dem Teppich bleibt Wenn es einen Songwriter gibt, der – schon alleine aus der Notwendigkeit heraus – immer auf dem Teppich geblieben ist, dann ist das Michael Weston King. In diesem speziellen Fall hat das mit dem Teppich noch eine andere Bewandnis. Michaels Live-Konzert im Solinger Tube Tempo Studio, das für noch nicht…
Das ist bereits das sechste Album von Nick Hornbys Lieblingsband – und es ist mit Abstand auch ihr bestes geworden. Vielleicht auch deshalb, weil das Sextett ursprünglich 35 Songs aufnahm, und erwog, sogar ein Doppel- oder Dreifach-Album zu veröffentlichen. Aber das ist selbst für eine anerkannte Indie-Größe wie Marah heutzutage nahezu unmöglich. Was folgte, ist…
Meine Herren! Die Elektropopper von Twice A Man nehmen das mit dem Soundtrack zu dem (wohl recht düsteren) Film, der niemals gedreht wurde, aber ganz schön ernst. Ein wenig zu ernst, um wirklich unterhaltsam zu sein. Zuweilen bestehen die Tracks des neuen Albums „Clouds“ mehr aus Collagen denn aus Songs. Der unbeschwerte Pop der Anfangstage…
Ein Projekt, das sich Murder nennt, scheint mit der Tür ins Haus zu fallen. Doch dieser Mord ist genau genommen keiner: Jacob Bellens und Anders Mathiasen machen schon seit Jahren gemeinsam Musik, erfanden sich für diese Scheibe indes komplett neu. Das Duo schuf mit „Stockholm Syndrome“ eine der interessantesten Folk-Scheiben der letzten Jahre. „Folk“ ist…
Beep, Plink, Plink, Plink. Das Septett aus Washington DC schlägt auf seiner Debüt-CD ein bislang noch braches Kapitel Musikgeschichte auf: Auf dem Album mit dem Datenbank sprengenden Titel wird nämlich ziemlich konsequent die Lücke zwischen 80er-Elektro-Pop, Banjo-Folk, Bläsersätzen und mehrstimmigem Gesang geschlossen. Die Frage ist freilich, ob da überhaupt jemals eine Lücke war, denn –…
Graf Tati ist so einer dieser weltfremden Zauberlehrlinge, denen die banale Realität nicht ausreicht. In seinem betreffenderweise „Lind“ genannten Traumreich gibt es keine lauten Töne, keinen Krach, keine Schräglage. Stattdessen gibt es pastellfarbene, Bossa-infizierte, leichte Unterhaltungs-Muzak und Chansons mit Pseudo-intellektuellen, deutschsprachigen Textblasen (also nicht dümmlich, aber auch nicht wirklich unbedingt zwingend notwendig), die leichtfüßig ins…
Lange Jahre haben sich James Johnston und seine Mannen Zeit für ein neues Album gelassen. Während Johnston selber als Schauspieler Erfahrungen sammelte (in Olivier Essayas „Clean“ z.B.) lag die musikalische Karriere ein wenig brach. Leider ist das neue Album dann nicht unbedingt eines geworden, das diese lange Wartezeit restlos aufwöge. Denn anstatt weiter nach der…
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