Beep, Plink, Plink, Plink. Das Septett aus Washington DC schlägt auf seiner Debüt-CD ein bislang noch braches Kapitel Musikgeschichte auf:…
Beep, Plink, Plink, Plink. Das Septett aus Washington DC schlägt auf seiner Debüt-CD ein bislang noch braches Kapitel Musikgeschichte auf: Auf dem Album mit dem Datenbank sprengenden Titel wird nämlich ziemlich konsequent die Lücke zwischen 80er-Elektro-Pop, Banjo-Folk, Bläsersätzen und mehrstimmigem Gesang geschlossen. Die Frage ist freilich, ob da überhaupt jemals eine Lücke war, denn –…
Graf Tati ist so einer dieser weltfremden Zauberlehrlinge, denen die banale Realität nicht ausreicht. In seinem betreffenderweise „Lind“ genannten Traumreich gibt es keine lauten Töne, keinen Krach, keine Schräglage. Stattdessen gibt es pastellfarbene, Bossa-infizierte, leichte Unterhaltungs-Muzak und Chansons mit Pseudo-intellektuellen, deutschsprachigen Textblasen (also nicht dümmlich, aber auch nicht wirklich unbedingt zwingend notwendig), die leichtfüßig ins…
Lange Jahre haben sich James Johnston und seine Mannen Zeit für ein neues Album gelassen. Während Johnston selber als Schauspieler Erfahrungen sammelte (in Olivier Essayas „Clean“ z.B.) lag die musikalische Karriere ein wenig brach. Leider ist das neue Album dann nicht unbedingt eines geworden, das diese lange Wartezeit restlos aufwöge. Denn anstatt weiter nach der…
Chris Bathgate entspringt der Folkszene aus Ann Harbor in seiner Heimat Michigan und ist dortselbst schon ein heißer Tipp. Warum er bereits eifrig mit angeschrägten Kollegen wie Jeff Tweedy oder Will Oldham verglichen wird (obwohl er musikalisch nicht allzu viel mit beiden zu tun hat), macht dieses neue Werk deutlich. Bathgate verwendet nämlich lediglich das…
Platte der Woche KW 03/2008 „Jukebox“ ist nach „The Covers Record“ von 2000 bereits die zweite Scheibe mit Cover-Versionen, die Chan Marshall herausbringt. Das kommt keineswegs überraschend. Bereits kurz nach der Tour zu ihrem Mega-Seller „The Greatest“ machte sie sich daran, eine neue Band zusammenzustellen – die Dirty Delta Blues Band, mit ihrem alten Kumpel,…
Darren Hayman ist ein Fan von Robert Rotifer, den in Canterbury gestrandeten Exil-Wiener, der – nach Hayman – in seiner zweiten Sprache besser schreibe als er, Hayman, in seiner ersten. Gemeint ist Englisch und stimmen tut das irgendwie schon. Denn wie Hayman (und das gemeinsame Vorbild Ray Davies) ist Rotifer ein Meister im zusammenschrauben klassischer…
Dev Hynes ist Lightspeed Champion (der Musiker – es gibt auch eine Comic-Figur gleichen namens, an der er arbeitet) und ein Mann, der offensichtlich alles mag. Der gebürtige Texaner, der nun in Essex lebt, entwickelte sein Sound-Universum, in dem auf unbeschwerte Art alles Platz findet, was sich nicht wehrt, aber nicht in England, sondern in…
Markus Rill ist der einzige deutsche Act auf dem Blue Rose-Label, wie immer wieder betont wird. Er ist aber auch jemand, der darauf so rein gar nichts gibt, sondern lieber auf seine unbestreitbar vorhandenen musikalischen Meriten verweist. Und diese fügen sich nahtlos ein in das Americana-Umfeld, aus dem heraus alle Blue Rose-Acts entspringen. Allerdings ist…
Den Weggang eines ihrer Songwriter – Jason Isbell – nahmen die Drive-By Truckers zum Anlass, sich musikalisch ganz neu aufzustellen. Anstatt also eine weitere Scheibe mit Standard-DBT-Rockern abzuliefern, überraschen sie hier mit dem abwechslungsreichsten, abenteuerlichsten und besten Album ihrer Karriere. Ohne sich stilistisch festzulegen, plündern sie verschiedene Genres – darunter auch solche, wie z.B. den…
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