Auf seinem dritten Album stellt Johannes Enders unter Beweis, dass ein Blick über den Tellerrand zuweilen wahre Wunder bewirken kann.…
Auf seinem dritten Album stellt Johannes Enders unter Beweis, dass ein Blick über den Tellerrand zuweilen wahre Wunder bewirken kann. Sicher, oberflächlich betrachtet, ist Enders ein Jazzer. Allerdings hat er sich immer schon allen möglichen sonstigen Einflüssen geöffnet und schuf auf seinem neuen Werk mit den Stilmitteln aus Jazz, Drum’n’Bass und Pop eine einzigartige Melange,…
Chris Knight ist einer dieser unerschütterlichen, geradlinigen Kerls, die sich von keinerlei Moden und Trends verwirren lassen und unbeirrbar ihren Weg gehen. Auch das vierte Werk klingt wie die ideale Schnittmenge aus allen verfügbaren Americana-Versatzstücken. Da Knight gewiss auch kein schlechter Songwriter ist und einige kompetente Musikanten um sich geschart hat, ist es natürlich nicht…
Die Devastations kommen aus Melbourne, sind jedoch als Exilanten in Berlin ansässig. Das ist ja eine alte australische Tradition – dennoch sind die Devastations (früher The Devastations) von ihrer Ästhetik her eigentlich nicht mit Nick Cave & Co. zu vergleichen, sondern eher mit ihren Landsleuten, den Go-Betweens. Wie diese gelingt es dem Trio nämlich hier…
Natürlich gibt es auf dieser neuen Scheibe des Mudhoney Gitarreros weder New Wave noch Punk. Jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne: Wer Mudhoney bereits als Punk betrachtet, für den wird auch diese Scheibe Punk sein. Alle anderen dürfen sich freuen über eine weitere klassische Retro-Schweinerock-Scheibe im Sounddesign der 70er. Seine Ambitionen in Richtung Folk und feinsinniges…
Dass Rory Block, die Grande Dame der Blues-Musik, sich ausgerechnet das Songbook von Robert Johnson vornehmen würde – und dieses dann auch noch genauso minimalistisch, wie damals der Meister umsetzt – lag nicht unbedingt auf der Hand. Erstens lädt diese Herangehensweise zu direkten Vergleichen ein, zweitens ist Rorys Stil – sie ist eine versierte Slide-Gitarristin…
Pete Alderton gehört altersmäßig zur Generation der britischen Blueser, die kurz nach Clapton, Beck & Co. ihr diesbezügliches Glück versuchten. Das kann man schon daran erkennen, dass er nicht etwa die Songs der alten Recken covert, sondern jene seiner Zeitgenossen – wie z.B. David Coverdale oder Popa Chubby. Als Akustiker hat er es sich indes…
Leicht könnte diese Scheibe in die Irre führen: Fionn Regan ist nämlich schon wieder einer jener nachdenklichen, feinsinnigen akustischen Singer / Songwriter, die auf ihren Betten sitzen und ihre Sorgen und Nöte in Töne und Wörter verpacken, die sie dann als ihr vertontes Tagebuch darbieten! Jedenfalls auf den ersten Blick. Denn schon nach wenigen Tracks…
Der Kanadier mit den nigerianischen Wurzeln liebt das Organische. Auf seinem Debüt-Album, das der live-erprobte Sänger mit dem großen Stimmumfang ganz in den Dienst des Gesangs stellte, arbeitet Ibomeka durchaus mit traditionellen Mitteln. In einem angenehm temperierten Bereich zwischen Jazz, Soul, Blues und Pop agiert er mit satten Grooves und swingenden Arrangements, die sich aber…
Bei all dem, was mit dem hier vorliegenden Album zu tun hat, muss man sich als Musikfreund vor Ohren halten, dass die Grundidee des nunmehr seit 45 Jahren erscheinenden Perry Rhodan-Groschenromans – dem Fachblatt für leicht militaristische Technokraten-Hippies – nach wie vor die Utopie als solche ist. So möchte wohl auch dieser Sampler verstanden werden,…
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