Geschmeido hin, Geschmeido her, geschmeidig ist der Teddybär. Und zwar derjenige, der einsam und unkoordiniert beim Konzert im Kölner Underground…
Geschmeido hin, Geschmeido her, geschmeidig ist der Teddybär. Und zwar derjenige, der einsam und unkoordiniert beim Konzert im Kölner Underground auf die Bühne segelte. Ein Statement? Ein Witz? Eine ehrlich gemeinte Verehrungsgeste? Man weiß es nicht so genau. Bei Geschmeido weiß man eh nie so ganz genau, woran man ist. Auf der Bühne kommen die…
Während Nikki Sudden im Backstage-Raum der Kantine zu Köln noch schnell ein Blumenkohl-Zucchini Gratin schlürft, muß ich mich bemühen, nicht allzu auffällig auf seinen brokatenen (?) roten Morgenmantel zu starren. Hatte ich doch jüngst in den entsprechenden Rezensionen noch gescherzt, der Mann möge doch endlich mal eine seiner Platten konsequenterweise „Morgenmantel“ nennen. Immerhin heißt seine…
Stephan Eicher ist als Schweizer natürlich das Musterbild eines Europäers. Insofern wundert es auch nicht, daß er nach wie vor einer der wenigen Musiker ist, die souverän in drei Sprachen (nimmt man Schwitzerdütsch dazu: Vier) musizieren können. Das auch Dank Mithilfe des französischen Kult-Autors Philippe Djian (sowas kommt auch nicht oft vor). Allerdings: Das tut…
Craig Armstrong kennt man aus dem Massive Attack Umfeld. Bereits seit einiger Zeit versucht sich der Mann aber auch am Filmkomponieren. In vorliegendem Fall mit herausragendem Erfolg. Machen Sampler-Soundtracks losgelöst vom Film ja meistens keinen Sinn, so ist in vorliegendem Falle (es geht um einen düsteren Thriller mit romatischen Elementen) die Melange ganz hervorragend angerührt.…
Schon wieder eine akzeptable Scheibe mit deutschen Texten – meint man. Doch irgendwas ist anders bei Shy. Denn Shy kommen aus Österreich und haben (deswegen) noch weniger Respekt vor Grenzen, Genres und Schubladen. So gibt’s einen vergleichsweise munteren Mix aus Rock, Pop und Elektronik. Die Tracks sind alle recht eingängig strukturiert und bieten auch jede…
The Seething Floors sind kleine Knetgummimännchen mit vielen Gitarren, einer Wohnzimmerlampe, verschnörkelter Grateful Dead Schrift und gesundem, aber schrägen Humor, der sich z.B. darin äußert, daß sie lustige Doobie Brothers Emulationen produzieren. Textlich vergeht man sich dabei auf angelernt anglophile Weise an den Standardthemen des Rock und Roll („Rock til Death“). Auf der Scheibe gibt…
Schön, daß es immer wieder auch mal CDs gibt, die vollkommen anders sind. Dieses ist so eine. Sandy Dillon hatte das Pech, gleich am Anfang ihrer Karriere einen Plattenvertrag bei einem Major bekommen zu haben. Was dazu führte, daß zwei Scheiben produziert, aber nicht veröffentlich wurden. Insofern hat sie Glück, daß es beim dritten Anlauf…
David Thomas ist der Kopf der alten Avantgarde-Recken Pere Ubu. Das Pale Orchestra ist quasi ein virtuelles Konstrukt, welches sich anläßlich einer Auftragsarbeit für einen Auftritt in London zusammengefunden hat. Es ist dies eine illustre Gruppe von Musikern, Künstlern und Poeten, die ein ziemlich einzigartiges Stück Musik produzierte. In der Art eines Kettenbriefes, über lose…
Das ist mit Abstand das beste Album, welches Marianne Faithful in ihrer wahrlich nicht eben kurzen Karriere vorgelegt hat. Und das will schon etwas heißen. Bereits vor 20 Jahren (!) präsentierte die Faithfull mit „Broken English“ das scheinbar definitive Statement zu sich selbst. Mit „Vagabond Ways“ wiederholt sie dieses Kunststück. Neben einer Reihe selbstverfaßter Songs…
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