Als die Kanadierin Leslie Feist mit ihrem Solo-Projekt vor 20 Jahren ihren Einstieg ins Musikbusiness suchte, entwickelte sie mit ihren…
Als die Kanadierin Leslie Feist mit ihrem Solo-Projekt vor 20 Jahren ihren Einstieg ins Musikbusiness suchte, entwickelte sie mit ihren Kollegen Gonzales und Peaches einen Gesangsstil, den sie damals „Jahi“ nannte. Die Basis dieses Prinzips war dabei, sich gesanglich hinter dem Ego zurückzunehmen, zu entspannen und nicht allzu dramatisch zu agieren. Nimmt man dann noch…
Als „Soundtrack für Rotwein-Abende und Sommertage“ wird das Debütalbum des Bremer Trios Havington ausgelobt. Stimmungsmäßig ist da auch was dran, denn der einerseits muntere, dann aber auch molllastig/melancholische Indie-Pop der Trios pendelt emotional zwischen zwischen Spätsommer und Frühherbst hin und her. Das macht aber auch Sinn, denn die leicht nachdenkliche Note des Materials trägt dafür…
Das aus Seattle stammende Indie-Rock-Trio Naked Giants findet auf seinem dritten Album „Shine Away“ den Weg von der Coming-Of-Age-Thematik hin zur musikalischen Selbstfindung, indem es vom Sturm- und Drang-Ansatz der früheren Werke zu einer musikalischen Diversifizierung wechselt, die nicht unbedingt nur im Akkord-Rock-Modus verharren muss. Stattdessen orientieren sich Grant Mullen und seine Mannen an so…
Sozial-, Zeit-, Gesellschafts- und Politik-Kritik auf amüsante, intelligente Art und Weise in Popsongs zu verpacken, die dann musikalisch auch noch Sinn machen, ist eine Aufgabe, die gar nicht so einfach zu lösen ist, ohne dabei entweder in moralinschmackigem Sauerbier oder lächerlichem Banal-Hedonismus zu versacken. Dem Oldenburger Quartett Nackt gelingt dieses Kunststück recht elegant. Das Erfolgsgeheimnis…
Platte der Woche KW 39/2024 Das erste post-pandemische Efterklang-Lebenszeichen war die Single „Getting Reminders“, auf der Zack Condon von Beirut mit seiner Trompete zu Gast war. Nun liegt das dazugehörige Album „Things We Have In Common“ als dritter und abschließender Teil einer 2019 mit dem Album „Altid Sammen“ begonnenen und 2021 mit „Wildflowers“ fortgesetzten Trilogie…
Um auf die Inspirationsquellen zu treffen, die Naima Bock auf ihrem zweiten Solo-Album beflügelt haben mochten, muss man schon ganz schön in der Zeit zurückgreifen und landet dann unweigerlich bei der frühen Laurie Anderson. Jedenfalls erinnern die trockenen Gesangsarrangements und die Melodieführung sowie die Handhabung elektronischer und organischer Instrumente (wie etwa atypischen Holzbläsern) und die…
Das neue Album des texanischen Trash/Retro/Surf/Psycho-Duos Being Dead einfach nur ambitioniert nennen zu wollen, wäre sicherlich nicht gerechtfertigt. Mit 16 Songs in 40 Minuten arbeiten sich Falcon Bitch and Shmoofy – wie sich die beiden Protagonisten zur Zeit nennen – an einem ganzen Panoptikum unwahrscheinlicher Topics ab und singen über so unterschiedliche Sachen wie Aale,…
Das Americana-Genre ist ja zur Zeit nicht so besonders angesagt – zum einen, weil die alten Fans langsam wegsterben und sich mit dieser Art von Musik hierzulande kaum jemand jüngeres hinter dem Bildschirm hervorlocken lässt und zum anderen, weil die ursprünglichen Vertreter dieser Zunft – US-Amerikanische Künstler – inzwischen attraktivere Märkte als Deutschland für sich…
Zwar erscheint „Dreamscapes“ – das zweite Album des aus Eliza Dodd-Noble und Jennifer Milne-Skillman bestehenden DJ/Produzentenduos Eli & Fur – auf dem PIAS-Sub-Label Électroniquie, jedoch scheint es dem Duo gerade darum gegangen sein, die Musik möglichst organisch erscheinen zu lassen. Klassischen E-Pop muss man auf diesem Werk schon suchen. Stattdessen gibt es teils plüschig/monumental ausgelegte…
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