Auf ihrem vierten und bislang besten Album bewegen sich die Blackberries passend zum Titel der LP gewissermaßen „Vorwärts Rückwärts“ durch…
Auf ihrem vierten und bislang besten Album bewegen sich die Blackberries passend zum Titel der LP gewissermaßen „Vorwärts Rückwärts“ durch die Welt- und Musikgeschichte. Experimentierfreudig glänzen die Solinger Experten für Kraut, Pop und Psychedelia klanglich hier mit ausufernden Instrumentalparts und einem Faible für eingängige Melodien gleichermaßen und kreieren dabei einen facettenreichen Sound, mit dem sie…
Was macht man mit einer Band wie dem schwedischen Indie-Pop-Quartett Beverly Kills, die man nach einer langen Anreise und einer Show in einem kleinen Club beim Reeperbahn Festival in der Nacht zuvor zu einer dezidiert unrockigen Zeit zum Interview trifft und dann feststellen muss, dass die Begeisterung sich seitens besagter Band dafür in Grenzen hält?…
Man muss es einfach mal pragmatisch sehen. Da feiern wir die neue Platte von Kochkraft durch KMA und sagen das auch der Band, teilen aber auch unser kleine Problem: „Ich wusste öfter aber nicht, ob ich mich auf die Musik oder die Texte konzentrieren soll. Beides war zu viel. Weil so viel passiert! Was soll…
The Beths sind heimliche Giganten: Im Dunstkreis von Indierock, Emo und Power-Pop verwandelt das Quartett aus Neuseeland auf seinem dritten, augenzwinkernd „Expert In A Dying Field“ betitelten Album ein Gefühl der Niedergeschlagenheit und Beklemmung mit Wucht und Köpfchen in betont fröhlich klingende Lieder, die mühelos an die hochgelobten Vorgängerwerke „Future Me Hates Me“ aus dem…
„Eindringlich“ – mit diesem Wort ist das Debütalbum von Quinn Christopherson wohl am besten zu beschreiben. Verpackt in unaufdringlichen, balladesken Indiepop zeichnet der in Anchorage, Alaska, als Kind indigener Eltern aufgewachsene Musiker auf „Write Your Name In Pink“ mit oft brutaler Ehrlichkeit, aber auch einem Händchen für poetische Zeilen seinen eigenen Weg nach, beleuchtet schlimme…
Die Songwriterin Marina Allen aus L.A. bezeichnet sich selbst als „Spätzünderin“. Das meint, dass sie – ihrer Meinung nach – erst recht spät anfing, im Alter von 16 oder 17 Jahren eigene Songs zu schreiben, dann noch sehr lange brauchte, bis sie genug musikalisches Selbstbewusstsein angesammelt hatte, um sich an ihr Debüt-Album „Candlepower“ zu wagen,…
„Girls & Music“ ist nun auch schon wieder das achte Album von Kirsten „Kitty Solaris“ Hahn, der „heimlichen Indiequeen Berlins“. Wie alle vorangegangenen ihrer Werke auch, hat auch dieses nun wieder das Flair des Zufälligen, Spontanen, Beiläufigen – denn mit einem ausgeklügelten Masterplan ist Kitty Solaris ja eh noch nie an die Sache herangegangen. Auch…
Als temperamentvoll, komplex und kinetisch sind seine neuen Lieder schon beschrieben worden, man könnte auch sagen: Auf den ersten Blick präsentiert sich Marlon Williams auf „My Boy“, seinem dritten Album unter eigenem Namen, von einer ganz neuen Seite. Vorbei sind die Zeiten, in denen er Outlaw-Country-Helden wie Hank Williams oder Willie Nelson nacheiferte, jetzt sind…
Mit ihrem letzten Album war Julia Jacklin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Statt ihre Gefühle unter Metaphern zu begraben, schüttete sie auf „Crushing“ mit oft brutaler Ehrlichkeit ihr Herz aus und verarbeitete die aufwühlende Achterbahnfahrt ihres Lebens als Musikerin „on the road“ und die bisweilen niederschmetternden Konsequenzen für ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden in…