Anathema, (mittlerweile) Großmeister des atmosphärisch-melancholischen Wohlklangs, genießen derzeit verdient frenetischen Applaus für das bereits dritte Spitzenalbum in Folge. Nämlich „Weather…
Anathema, (mittlerweile) Großmeister des atmosphärisch-melancholischen Wohlklangs, genießen derzeit verdient frenetischen Applaus für das bereits dritte Spitzenalbum in Folge. Nämlich „Weather Systems“, das auf das Orchesterwerk „Falling Deeper“ und auf das von Steven Wilson produzierte „We’re Here Because We’re Here“ folgte. Der Beifall und die erfreuliche Absatzlage lockt die Briten übrigens auch schon wieder nach Deutschland.…
Als Tochter eines Bluegrass spielenden Ehepaares hatte Sara Watkins – zusammen mit ihrem Bruder Sean und als ein Drittel des Trios Nickel Creek – bereits eine solide musikalische Laufbahn hinter sich, als sie 2009 – ermutigt und unterstützt von Led Zeppelin-Bassist John Paul Jones – ihre Solo-Karriere begann. Nicht, dass sie sich gelangweilt hatte, denn…
In unsreren Breiten machte die Engländerin Mary Epworth zum ersten Mal als Backing-Sängerin in einem der unzähöicgen Projekte von Michael J. Sheehy auf sich aufmerksam. Dort bildete sie das sonnige Gegengewicht zu Michaels Grabesstimme und setzte somit interessante Akzente in dem ansonsten eher moribunden Treiben Sheehys. Über diese Schiene ergatterte sie sich vor zwei Jahren…
Gisbert zu Knyphausen ist es zu verdanken, dass wir nun an dieser Stelle über Staring Girl schreiben. Zum einen gab er der Kieler Band um Steffen Nibbe mit dem von ihm mitinitiierten Omaha Records-Netzwerk und den dort jährlich erscheinenden kostenlosen Compilations die Chance, ein kleines, aber feines Publikum zu erreichen, zum anderen coverte er bei…
„Im Schwindel“ heißt das Debütalbum der Gruppe Messer, mit dem das Münsteraner Quartett derzeit die deutsche Indierock-Szene gehörig aufmischt. Hörbar an die ganz frühen Helden der Hamburger Schule und deren Wegbereiter angelehnt und an anderer Stelle bereits treffend als „Ton Steine Scherben für die Generation Smartphone“ beschrieben, wird hier mit minimalen Mitteln große Wirkung erzielt.…
Über das aktuelle Album von Pennywise haben wir uns hier schon ausgelassen. Überrascht, begeisternd, komplett zufrieden. Weil die Band mit ihrem neuen Sänger Zoli Téglás eine so wundervolle Sache an den Start gebracht hat, weil sie so frisch, so motiviert, so eigen und einfach so mitreißend klingt. So und eigentlich nicht anders möchte man Punkrock…
Dass in Island die Uhren und die Köpfe anders ticken als anderswo, sollte nicht nur durch die Musik von Sigur Ros bekannt sein. Man muss wohl dort leben, um diese melancholischen, zum Sterben schöne Lieder kreieren zu können. Oder sich einfach mal keine Grenzen setzen. Das kann auch mal die zeitliche Einheit betreffen, denn immerhin…
Es war Ende der 80er-Jahre, als Codeine den Entschluss fassten, Indierock im Zeitlupentempo, aber dennoch mit viel, oft unterschwelliger Aggression zu spielen. Slowcore nannte man später das Genre, das sie damit erfanden. Nach zwei Alben und einer EP trennte sich die Band Mitte der 90er, doch nun wird das gesamte bahnbrechende Schaffen des New Yorker…
Ende 2005 ging plötzlich alles ganz schnell. Eine angekündigte Europa-Tournee wurde abgesagt und Garbage, die Heroen des Mitt-90er-Alternative-Rock, verschwanden genauso schnell wieder von der Bildfläche, wie sie zehn Jahre zuvor aufgetaucht waren. Immerhin: Das amerikanisch-schottische Quartett bewies gutes Gespür bei seinem Rückzug. Nach den beiden eher mäßigen Platten „Beautifulgarbage“ und „Bleed Like Me“, die längst…