Auch auf seinem neuen Werk übt sich Altmeister Tony Joe White wieder in dem, was er schlicht am besten kann:…
Auch auf seinem neuen Werk übt sich Altmeister Tony Joe White wieder in dem, was er schlicht am besten kann: Dem Swamp-Blues Extraordinaire. Nachdem er sich als Gitarrero auf seiner letzten Scheibe, dem Duett-Album „Heroines“ ein wenig zurückgenommen hatte, und sich auch stilistisch öffnete, geht es hier wieder zurück an die Wurzeln, die erkennbar in…
Der Engländer nennt so etwas „Lovechild“: Ein aus einer eigentlich anrüchigen Liaison hervorgegangenes Kind. „Hellwood“, das sind Jim White, Johnny Dowd und dessen Drummer Willie B. Kennengelernt hatte man sich schon vor Jahren und sofort erkannt, dass man sich – trotz gegensätzlicher musikalischer Ansätze – auf der gleichen Wellenlänge befand. Vertieft wurde die Beziehung noch…
Mit „Harpo’s Ghost“ setzt Thea Gilmore den Prozess fort, den sie mit ihrem letzten Album „Avalanche“ begann: Eine Entwicklung weg von der klassischen Folk-Sängerin, hin zur Allround-Künstlerin ohne klare Genre-Regeln. Seltsamerweise konnte Thea bislang außerhalb ihres Heimatlandes Großbritannien, in dem sie zu den Top-Acts gehört, nie so richtig Fuß fassen. Vielleicht liegt es daran, dass…
Alkaline Trio- und Matt Skiba-Fans müssen sich keine Sorgen machen, sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Heavens, das neue Projekt von Skiba, mögen. Zusammen mit Joe Steinbrick von der Hardcore-Band F-Minus nämlich hat er im Grunde ein neues AK3-Album gemacht – jedoch gleich anschließend geremixt.Matt lebt hier seine Düster-Leidenschaft noch intensiver aus und spielt mit…
Bisher kannte man The Matches als nette Pop-Punker. Mit ihrem neuen, ihrem zweiten Album aber lernt man sie nicht nur als verspielte Popper mit der Lust auf Punkrock kennen, sondern man lernt sie auch zu schätzen. Und richtig zu mögen.Denn was die Band hier gemacht hat, ist eine richtig starke Scheibe, auf der sich unterschiedlichste…
Hiesige Indierock-Bands, die dem überschaubaren deutschen Musikmarkt entfliehen wollen, haben zwei Optionen. Die erste – englische Texte – geht häufig Hand in Hand mit peinlich platten Radebrechereien und einem Mangel an Authentizität. Darüber, warum die zweite – keine Texte – so selten gezogen wird, lassen sich nur Vermutungen anstellen. Zu intellektuell? Zu schwierig? Egal. Was…
Natürlich war es für viele ein Schock, als Hot Water Music ihre Trennung bekannt gegeben haben. Doch der sollte sich schnell legen, denn mit The Draft sind drei der vier Herren weiterhin aktiv und haben mit „In A Million Pieces“ eines der besten HWM-Alben ever gemacht.Wirkliches Neuland betreten Sänger und Gitarrist Chris Wollard, Bassist Jason…
Noch besser kann man diese Art Musik wohl wirklich nicht machen… Wer mit Stoner Rock jenseits des Monstermagnetismus also nur irgendetwas anfangen kann und dieses deutsche Trio noch nicht kennt, sollte „Tempel“ zum Ziel einer Wallfahrt machen. Das Trio um Stefan Koglek hat sein Rezept aus fast pointilistisch einsteigenden, sich dann aber in wahre Distortion-Räusche…
Dass die Songs auf dem neuen Album etwas düsterer und melancholischer geworden sind, als auf dem Debüt, räumen The Carnation aus Schweden freimütig ein. Das ist aber nicht unbedingt von Nachteil, denn der hier demonstrierte Sinn für Pop-Appeal, gepaart mit schrammeligen Gitarren, flirrenden Synthies und stringenter 80er Rhythmus-Ästhetik funktioniert in Moll eindeutig noch besser als…