Die Versuchung, einfach zu behaupten, diese Scheibe klänge wie ein Ash-Werk mit Frauenstimme, liegt natürlich nahe. Und irgendwie ist natürlich…
Die Versuchung, einfach zu behaupten, diese Scheibe klänge wie ein Ash-Werk mit Frauenstimme, liegt natürlich nahe. Und irgendwie ist natürlich auch was dran: Die Ash-Gitarristin setzt nämlich bei ihrem Solo-Debüt auch auf Gitarren-Pop mit Köpfchen, weiß, wie man mit Melodien, Hooklines, Riffs und Vocals arbeitet, trotzdem Druck erzeugt und auch, wie man gute Songs schreibt.…
Als The Thrills mit ihrem Debütalbum „So Much For The City“, aus ihrem Übungskeller krochen, durfte man sich freuen: Endlich mal eine Brit Pop Band (im weitesten Sinne: Die Thrills kommen aus Irland), die nicht klang wie alle anderen. Es gab vielmehr stilistisch nicht richtig einzuordnende, komplexe Gitarrenpop-Songs, die mit Beat, Rock, Pop und Folk…
Wie gesagt: Ani DiFrancos Scheiben sind so eine Art musikalisches Dokument ihrer jeweiligen Entwicklungsstufen. Dass sich Ani ziemlich rasant entwickelt, ist ja bekannt (wie sonst könnte man ansonsten mehrere Scheiben im Jahr zustande bringen) – nur tut sie das ja für gewöhnlich eher alleine (wie z.B. noch ihre letzte CD „Educated Guess“ eindrucksvoll belegte). Deswegen…
Wem das Gesicht auf dem Cover bekannt vorkommt, könnte Hillman schon einmal auf der Leinwand gesehen haben, z.B. in „Emergency Room“ oder „Ghost World“. Schließlich kommt Hillman aus der Hollywood-Stadt Los Angeles, da gehört das Schauspielern schon fast zum guten Ton. Wer allerdings beim Namen Hillman an den Byrds-Bassisten Chris Hillman denkt, liegt ebenso genau…
Die selbstgenannten Einflüsse „Tom Liwa, Spliff, Can, Will Oldham, Tricky, Tom Waits, Godspeed You…, Die Erde, Motorpsycho, Kyuss, Talk Talk“ u.v.m. sind so schön, die sollen hier mal ganz eingangs stehen. Was Julikapellenmeister Achim Sauer aus den genannte Blüten für Nektar gesaugt hat, rechtfertigt seine eigenen Einsortierungsvorschläge (Auszug): „Singer / Songwriter, Krautrock, Krautpop, Avantgarde, Freistil“…
Manchmal sagt ein kurzer Blick auf das Cover einer CD ja schon (fast) alles. Karin Park, Sängerin und Gründerin der gleichnamigen Band, posiert verträumt vor einem blühenden Baum. Eine Frühlingsplatte also! Die in Norwegen lebende Schwedin zelebriert auf „Superworldunknown“ zuckersüßen, glücklicherweise selten seichten Pop. Typisch skandinavisch und so verwundert es nicht, dass erste Rezensionen in…
Sage Francis veröffentlicht auf Epitaph. Klar, Punkrock. Oder Hardcore. Vielleicht noch Emo? Nö. Rap! Warum auch nicht. Wenn er denn gut ist. Ist Sage Francis gut? Ja. Sehr.Und abwechslungsreich. Entspannte, coole, schon fast wie die Fun Lovin‘ Criminals klingende Nummern mit weichen Beats wechseln sich mit aggressiven, angepissten Hardcore-Raps ab. Mal Eminem, mal De La…
Der Titel dieses Albums ist Umschreibung eines vorübergehenden Entwicklungsstadiums, das eigentliche Ziel wird auf Track zwei klar formuliert: „One day I’ll grow up to be a beautiful woman, one day I’ll grow up to be a beautiful girl.“ Um sexuelle Identität und Gender-Fragen geht es hier, um die Erkenntnis im falschen Körper geboren zu sein…
Was tun, wenn man nicht in einer Großstadt aufwächst, sondern dem Schoße des Landlebens entsprungen ist? Als junger Mensch ist das schon eine arge Bürde nicht up-to-date zu sein und dem pulsierenden Metropolenleben frönen zu können. Und wie findet man den eigenen Ausweg, wenn das Landleben nichts zu bieten hat, man aber doch an dieses…