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  • Rupert Wates – For The People

    Eigentlich macht Rupert Wates eine Musik, die in der freien Wildbahn der zeitgenössischen Populär-Musik nahezu ausgestorben ist: Klassische englische Folksongs ohne jedwede Pop-Anwandlungen nämlich. Nun ja: Wates ist ja auch schon etwas älter – und räumt zudem unumwunden ein, dass er mit dieser Scheibe zu seinen Roots zurückkehrt. Seit 2007 residiert der Londoner nämlich in…

  • November Ultra – Bedroom Walls

    Ganz so einfach ist das nicht: Virgin France möchte die ehemalige Sängerin des Indie-Trios Agua Roja, die sich für ihre Solo-Eskapaden den Avatar November Ultra ausgesucht hat, gerne als „Latest Bedroom Pop Sensation“ vermarkten. Das mag in Bezug auf die verträumte und reduzierte Atmosphäre der meisten der Tracks auf ihrem Debüt-Album zwar irgendwie zutreffen –…

  • Mickelson – Known To Be Unknown

    Es geht wirklich hin und her mit Scott Mickelson: Das Solo-Debüt-Album des Mannes aus der Bay Area bescherte ihm eine Grammy-Nominierung als bestes Folk-Album. Mit dem Nachfolgealbum „A Wondrous Life“ begann er sogleich, sich von diesen Folk-Roots zu emanzipieren. Mit dem nächsten Werk „Drowning In An Inflatable Pool“ entdeckte er dann David Bowie als Inspirationsquelle…

  • Me And The Monster – Everything We Owe

    Wer mal wissen möchte, wie schlechtes Timing am besten funktioniert, der sollte sich mal mit dem Debüt-Album des international besetzten Berliner Quartetts Me And The Monster beschäftigen. Aktiv waren Nico Uris, Andrea Trujillo, Giulia Mariani und Niki Comploi nämlich schon 2017. Eine erste EP erschien 2020. Es folgte eine Crowd-Funding-Kampagne für das Debüt-Album „Everything We…

  • Jerry Paper – Free Time

    Es ist ja schön und gut, wenn sich ein Künstler selbst nicht allzu ernst nimmt – wie das zum Beispiel Lucas „Jerry Paper“ Nathan von sich selbst sagt. Es ist dann aber langsam so, dass sich diese Einstellung auch auf den überbordend fröhliche Science-Fiction-Pop des inzwischen zur nichtbinären Person mutierten Künstlerwesens überträgt. Und das ist…

  • Fritz Hutchison – Movie Night

    Dass der ausnahmsweise mal aus Kansas City stammende US-Songwriter Fritz Hutchison laut Bio „das Beste von den Granden unserer Zeit mit hyperaktuellem Zeitgeist“ vermische, klingt erst mal nachvollziehbar – ist aber im Detail nicht ganz richtig. Denn tatsächlich setzt Hutchison höchstens in dem Sinne auf den Zeitgeist, als dass er seine variantenreich dahinkomponierten Indie-Pop-Songs mit…

  • Let’s Eat Grandma – Two Ribbons

    Platte der Woche KW 14/2022 Eine wirklich bemerkenswerte Entwicklung als Künstlerinnen und Persönlichkeiten haben die beiden Jugendfreundinnen Rosa Walton und Jenny Hollingworth durchlaufen. Ihre erste LP „I, Gemini“ wurde von der Kritik fälschlich als dadaistisches Kunstobjekt gefeiert – war aber eher ein Zufallsprodukt, das nie zur Veröffentlichung gedacht war. Auf den anschließenden Touren und auf…

  • Kae Tempest – The Line Is A Curve

    Nein – es fehlt hier kein „t“ im Namen. Kae Tempest hat sich anlässlich des neuen Projektes „The Line Is A Curve“ zur Non-Binären Person erklärt (was übrigens auf der Scheibe nicht thematisiert wird). Sonst hat sich eigentlich gar nicht so viel geändert – was im Falle von Kae Tempest ja nur wirklich keine schlechte…

  • Jack White – Fear Of The Dawn

    Das weiß man nicht, was man hat. Denn Jack White ist ja Jack White und der hat da sein eigenes Ding am Laufen. Oder wie es Kollege Maurer einst beschrieb: „Ein neues Album von Jack White verkauft sich ja eh – also braucht man da auch nicht auf Erwartungshaltungen, Genrekonventionen, Marketingaspekte oder stilistische Regeln zu…

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