Reichlich verstrickt sind sie untereinander, diese Elektroniker. Wie in kaum einem anderen Genre blühen hier die Kooperationen, taucht Plattenleger A…
Reichlich verstrickt sind sie untereinander, diese Elektroniker. Wie in kaum einem anderen Genre blühen hier die Kooperationen, taucht Plattenleger A bei Produzent B auf und läßt sich von C den Remix anfertigen, nur um im Gegenzug mit vertauschten Rollen das nächste Projekt in Angriff zu nehmen. So kommt es, daß auf vielen Compilations zwar vordergründig…
Wenn es in dieser Musikwelt nur einmal etwas Gerechtigkeit geben würde, dürften Estate bald ähnliche Erfolge wie Papa Roach, At The Drive-In und die Deftones feiern. Die Qualität hätten die Österreicher allemal. Auf ihrer zweiten CD „Unsound“ mischen sie kräftigen Hardcore mit poppigen New-Metal-Elementen und schönen Emo-Sounds. Heraus gekommen sind 13 Perlen, die man immer…
Eine neue Band, die gar nicht neu ist: The Jelly Jam bestehen aus dem, was von der Formation Platypus übrig geblieben ist, nachdem Tastenmann Derek Sherinian seiner eigenen Wege gegangen war. Von deren keyboard-getragenem Retro-Sound ist dann auch nicht viel übrig geblieben, obwohl der Rock des Trios tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Da blitzen…
Ekklektizismus, so heißt „Klauen“ auf Fein-Pinkelisch, oder jetzt für noch feinere Angeber: „Rückgriff auf die Stilmittel verschiedener Epochen“. Der singende Boss der Flower Kings und vor Ideen schier überlaufende Gitarrist von Transatlantic, Roine Stolt, hat Diebstahl natürlich nicht nötig, aber beim virtuosen Rekurs auf die stilbildenden Elemente der Beatles (Stimmführung), Pink Floyd (Keyboardeinsatz, Effekte) und…
Jason Ringenberg ist der Mann, der Jason & The Scorchers seinen Namen gab. In den 80ern und 90ern definierte diese Band das Genre Country-Rock weitestgehend neu. Auf seiner zweiten Solo-CD schart Jason nun illustre Freunde um sich (Steve Earle, Todd Snider, The Wildhearts, Lambchop) und – liefert eben keine Neuauflage der Scorchers. Vielmehr nimmt Ringenberg…
Das ist mal wieder eine Fat Possum, wie man sie kennt und liebt. Man nehme einen obskuren Alt-Blueser, suche sich dementsprechend historisches Tonmaterial, mische dieses mit neueren Tracks, vor allen Dingen aber Remixes, und unterziehe dies dann einer moderaten Modernisierung. So finden sich denn auf diesem Album von Asie Payton Aufnahmen aus den Jahren 1980…
Für leichte Kost war Stephin Merritt ja noch nie zu haben. Schließlich war sein letztes Album mit den Magnetic Fields eine zweieinhalbstündige 3-CD-Tour-De-Force namens „69 Love Songs“, und auch seine Platten mit The 6ths, den Future Bible Heroes oder den Gothic Archies kann man nicht unbedingt in einem Atemzug mit Britney Spears oder J.Lo nennen.…
Wie klingt eine Platte, die von Low-Mastermind Alan Sparhawk aufgenommen, produziert, auf seinem Label veröffentlicht und bei fast der Hälfte der Stücke von ihm musikalisch unterstützt wurde? Nein, glücklicherweise nicht wie eine reine Kopie der Slowcore-Götter aus Duluth, Minnesota, obwohl natürlich auch The Winter Blanket – der Name legt das schon nahe – dieselbe winterliche…
Die Namensgleichheit legt es nahe, ist vielleicht auch nicht völlig unbeabsichtigt: Was Brand X für den Jazz-Rock war, strebt der gleichnamige Planet nun für den Progressive Fusion an – und löst das Versprechen im Wesentlichen tatsächlich ein.Diese von Tastenzauberer Derek Sherinian zunächst in die Side Project-Existenz und dann – in Reaktion auf seinen Rauswurf bei…