Schon erstaunlich, was die Pandemie so mit den Musikern macht. Für den als Single ausgekoppelten Titeltrack ihres neuen Albums „Cooler…
Schon erstaunlich, was die Pandemie so mit den Musikern macht. Für den als Single ausgekoppelten Titeltrack ihres neuen Albums „Cooler Returns“ haben Kiwi Jr. aus lauter Sehnsucht und Nostalgie ein Live-Konzert – wie sie sagen – aus der Erinnerung nachgebaut, um dem Lockdown-bedingten Live-Entzug entgegenzuwirken. Die kanadische Band mit dem neuseeländischen Namen, die vorzugsweise gerne…
Vorab muss man einfach mal Brett Gurewitz Respekt zollen. Riesigen. Nicht nur dafür, dass er jetzt seit 40 Jahren Epitaph Records führt, und nicht nur dafür, dass er es in dieser Zeit zu einem Punkrock-Giganten geformt hat. Sondern auch für seinen Mut, seine Ideen und seinen eigenen Weg. Denn was mit Pennywise, Bad Religion und…
Ihre bemerkenswerte Vielseitigkeit, Unberechenbarkeit und ihren subtilen Sinn für Humor zeigte die kalifornische Songwriterin Anna Elizabeth Laube bereits auf ihrem letzten Album „Tree“ eindringlich. Die nun vorliegende, augenzwinkernd „Annamania“ betitelte Kompilation ist dahingegen ein Rückblick auf ihr bisheriges Schaffen – was vielleicht sogar Sinn macht, denn ihre älteren Scheiben – die sie bis „Tree“ als…
Platte der Woche KW 02/2021 Die Sleaford Mods? In einem Satz: „I wish I had the time to be a wanker just like you.“ Eine Zeile aus einem Song, der auch noch „Elocution“ heißt. Aber sie sind nun mal keine Wanker und sie haben keine Zeit… und sie haben Humor. Sie haben Klasse, sie sind…
Bands wie Shame aus England muss die aktuelle, Pandemie-bedingte Zwangspause in Sachen Live-Musik ziemlich zusetzen – nachdem vor drei Jahren das Debüt „Songs Of Praise“ erschien, waren Sänger Charlie Steen & Co. mehr oder weniger pausenlos auf Tour, Konzerte mit einem unglaublichen Energie-Potenzial, einfach der helle Wahnsinn. Dann von 100 auf 0. Das kann einem…
Na, das geht ja gut los! Dieses Jahr. Offiziell erblickte dieses Album – zumindest digital – am 1. Januar 2021 das Licht. Und es ist: überragend gut. Es ist schon wieder besser als das Album davor und das Album davor. Es konsequenter, verrückter, vermischter. „Fuck Art“ ist ein faszinierendes Stück Musik. Frohes neues Jahr. So wirklich…
Auf seinem Debütalbum präsentiert sich der isländische Songwriter als Vertreter der Zunft der romantischen Melancholiker. Zugegebenermaßen hat der junge Mann aufgrund seiner Herkunft die inhärente Schwermut seines Tuns auf ganz natürliche und schlüssige (fast schon notwendige) Weise in sein Tun eingebunden und kommt so weit weniger aufgesetzt rüber als seine britischen Kollegen und weniger penetrant…
„Das Schlimmste an Trennungen sind die Trennungsalben. Gekränkte Musiker setzen traurige Mienen auf, klammern sich an Gitarren und schütten der Welt ihr Herz aus“, schrieb vor einigen Jahren ein Kritiker in der Zeit, und auch wenn viel Wahres in dieser Aussage steckt: Bekanntlich gibt es Ausnahmen von jeder Regel. „Rumours“ von Fleetwood Mac zum Beispiel,…
Ein knappes Jahr nach dem gemeinsamen Debüt „Chrysalis Metropolis“ legt das weitestgehend in Berlin basierte dänish-amerikanische Projekt Gate To Venus bereits ein erstaunlich ambitioniertes zweites Album namens „3rd Eye View“ vor. Das Ganze ist dabei durchaus als eine Art Lockdown-Projekt zu sehen – obwohl Cecilie Beck und Gabriel Gordon diesen Begriff relativ durchaus kreativ interpretierten:…