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  • John Cale – POPtical Illusion

    Vor rund zwei Jahren nutzte Altmeister John Cale bedrohliche Synth-Soundscapes, um auf seinem vielbeachteten Album „Mercy“ eine klaustrophobische und beunruhigende Atmosphäre zu erzeugen – das klangliche Sinnbild für eine dem Untergang geweihte Zivilisation, eine Welt am Abgrund, um die sich die Songs inhaltlich drehten. Auch die Texte des nun erscheinenden Nachfolgers sind von Wut, Sorge,…

  • Jill Barber – Encore!

    Franco-Kanadische MusikerInnen haben ja ein nicht ganz so entspanntes Verhältnis zur französischen Sprache. Selbst etablierte Größen wie z.B. Martha Wainwright brauchten – aus Angst davor, essentielle Nuancen der französischen Sprache nicht genügend verinnerlicht zu haben – eine Weile, um sich auf französisch künstlerisch zu äußern. So ähnlich ist das wohl auch mit Jill Barber, die…

  • Jenny Don’t And The Spurs – Broken Hearted Blue

    Wenn das neue Album der vermutlich einzigen Band aus Portland, Oregon, die sich nach wie vor hauptsächlich dem Cowpunk-Genre verpflichtet fühlt, nun „Broken Hearted Blue“ heißt und dann doch zumindest punktuell eine Spur düsterer und nachdenklicher klingt als gewohnt, dann hat das insofern einen bedauerlichen Hintergrund, als dass 2022 Sam Henry, der langjährige Drummer des…

  • Bonny Light Horseman – Keep Me On Your Mind / See You Free

    Das dritte Werk von Anaïs Mitchell, Josh Kaufman und Eric D. Johnson a.k.a. Bonny Light Horseman trägt zurecht gleich zwei Titel, denn die 18 neuen Tracks (und zwei Sound-Schnipsel) mit einer Gesamtspiellänge von deutlich über einer Stunde hätten zumindest nicht auf einer einzelnen Vinyl-Scheibe Platz gefunden, weswegen das Projekt von vorneherein als Doppel-LP konzipiert wurde.…

  • Goat Girl – Below The Waste

    Nachdem das Londoner Ensemble Goat Girl sich inzwischen zum Trio mit Lottie Pendlebury, Rosy Jones und Holly Mullineaux gesundgeschrumpft hat, ist wohl ein wenig mehr Ruhe in das ansonsten stets irgendwie hektische Geschehen eingekehrt, das sich bei den ersten beiden Alben im Studio abgespielt hat. So viel Ruhe sogar, dass einige der Songs, die während…

  • L’Impératrice – Pulsar

    Obwohl sich die französische Band L’Impératrice mit ihrem Mix aus Funk-, Soul-, und Disco-Grooves, Franco-Pop und dem – teils französischen und teils englischen – Gesang von Flore Benguigui im Laufe der letzten zehn Jahre einen Ruf als solider Live-Act erspielt hatte, fehlte im Résumé noch eine Scheibe, auf der dieses Lebensgefühl dann auch adäquat auf…

  • Laura Misch – Sample The Earth

    Im letzten Jahr veröffentlichte die Londoner Saxofonistin und Singer/Songwriterin Laura Misch ihr Debüt-Album „Sample The Sky“, auf dem sie ihr Material mit einem Mix aus organischen und elektronischen Elementen in einer jazzigen Ambient-Umgebung zu einer spannenden Synthese zusammenführte. Nun folgt mit „Sample The Earth“ ein Schwesteralbum, auf dem Laura die Songs von „Sample The Sky“…

  • Bathe Alone – I Don’t Do Humidity

    Sich heutzutage als SongwriterIn von der unübersehbaren Masse an Gleichgesinnten absetzen zu wollen, ist ja an sich schon eine anspruchsvolle Aufgabe. Bailey „Bathe Alone“ Crone aus Atlanta hat diesbezüglich aber einige Asse im Ärmel, die dafür sprechen, dass ihr das mit ihrem dritten Album durchaus gelingen könnte. So hat die Gute nämlich vor allen Dingen…

  • Kristin Asbjørnsen – Hjemveier

    Fast 20 Jahre hat es gebraucht, dass sich die norwegische Songwriterin Kristin Asbjørnsen dazu durchringen konnte, ein ganzes Album in ihrer Muttersprache einzuspielen – und es damit ihrer Landsfrau Kari Bremnes gleichzutun. Während die Gute nämlich in Kollaborationen und in Band-Projekten immer schon mal auf norwegisch sang, präferierte sie auf ihren bislang vier Solo-Werken bislang…

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