„Fading Frontier“ ist bereits das siebte Album der Band aus Atlanta – und es ist zweifelsohne auch das facettenreichste. Fast,…
„Fading Frontier“ ist bereits das siebte Album der Band aus Atlanta – und es ist zweifelsohne auch das facettenreichste. Fast, so scheint es, hat man sich auf die Fahnen geschrieben, alles, was man im Laufe der langen Karriere an Inspirationen aufgeschnappt hat, in dieses Werk hineinzupacken. Das führt dann aber zu einer gewissen Orientierungslosigkeit. Nachdem…
Platte der Woche KW 41/2015 War der Vorgänger „Wakin‘ On A Pretty Daze“ noch eine sonnige Slacker-Platte für verschallerte Sonntagmorgen, fällt „B’lieve I’m Goin Down“, Kurt Viles mittlerweile sechstes Album, mindestens klanglich deutlich düsterer aus. Damit erinnert die neue Platte eher an Viles viertes Album „Smoke Ring For My Halo“, mit welchem dem Künstler 2011…
Selten genug ein Mal zieht es US-Musikanten nach Kanada. Im Fall der aus Illinois stammenden Meg Remy, die sich U.S. Girls nennt, macht das aber Sinn. Denn in Toronto gibt es schließlich eine Szene, die sich – anders als das oft im US-Schubladensystem der Fall ist – nicht um stilistische Feinheiten kümmert. Denn irgend einen…
Eigentlich müßig zu erwähnen, dass es sich bei dem Projekt Girl Band keineswegs um eine solche handelt. In der Tat machen die vier Herren aus Irland ziemlich stachelig-verkopfte Männermusik – genau genommen sogar solche, mit der sich nicht ein Mal die Mädels selbst beeindrucken ließen: Es gibt spröde/sperrigen Postpunk, wie er rauer und scheppernder nicht…
Dieses neue Beirut-Werk folgt einer für Zach Condon schwierigen Zeit – inklusive Burn-Out, körperlicher Beschwerden, Depression, Trennung und Schreibblockade. Dass man davon rein musikalisch als Hörer so gar nichts merkt, ist dem Umstand zu verdanken, dass Condon sich – dank einer neuen Beziehung und eines musikalischen Resets – letztlich selbst am Schopf aus der Malaise…
Zum 30. Bandjubiläum wollten sich Yo La Tengo nicht lumpen lassen und belebten aus diesem Anlass das Szenario des legendären Fakebook-Albums wieder. Nicht nur, dass es hier also ein (bewusst auf das Wesentliche reduziertes), halbakustisches Setting – ganz ohne die ansonsten gerne eingestreuten avantgardistischen Sperrfeuer – zu bewundern gibt: Es konnte sogar das ehemalige Bandmitglied…
Empress Of heißt eigentlich Loreley Rodriguez und wuchs als Tochter Honduranischer Einwanderer in L.A. mit deren Musik auf, interessierte sich schon früh für Jazz, begann mit 11 zu singen, studierte später Jazz, entschied sich dann aber, ihre Ausdrucksmöglichkeiten in der elektronischen Musik zu suchen. 2013 begann sie, erste Elaborate auf YouTube hochzuladen, um aus diesen…
Bridie Monds-Watson aus dem irischen Derry ist das nächste Fräuleinwunder der britischen Musikszene – hat sich aber nicht dem Pop-Genre, sondern dem klassischen Songwriting verschrieben, das sie indes auf eine ganz eigene Weise mit einer dynamischen Indie-Ästhetik interpretiert, die man so eher von US-amerikanischen Kolleginnen her kennt. Das heißt nicht, dass Soak (wie sie sich…
Dass Mark Kozelek einer der ganz Großen ist, wenn es darum geht, traurige Geschichten mitten aus dem Leben zu erzählen, ist kein Geheimnis. Seine Platten als Kopf der Red House Painters aus den 90ern sind legendär, als Solist und unter dem Namen Sun Kil Moon veröffentlicht er bis heute in rasend schneller Folge oft wahnsinnig…