Platte der Woche KW 40/2019 Niemand könnte Angel Olsen den Vorwurf machen, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen und sich zu…
Platte der Woche KW 40/2019 Niemand könnte Angel Olsen den Vorwurf machen, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen und sich zu wiederholen. Für ihr neues Album „All Mirrors“ ließ sie sich drei Jahre Zeit und überrascht nun mit enorm ambitioniert konstruierten Songs und einem runderneuerten musikalischen Setting. Zunächst war geplant, die Songs in zwei Versionen –…
Punkrock und seine Labels. Was gibt es da für tolle kleine und große, in UK, in den USA und überall, von Fat Wreck über Epitaph bis Rookie Records und Uncle M. Oder auch: Red Scare Industries. Bands wie Masked Intruder, The Menzingers, The Lillingtons oder Cobra Skulls waren, unter anderem Ramona, The Copyrights und die…
Huch – sind die Damen auf einmal weich geworden? Waren Julia Shapiro und ihre Kolleginnen bislang Garantinnen für messerscharf formulierte und energisch einfordernd vorgetragene Women’s Lib-Statements, die insbesondere auf der Bühne stets für unnachgiebige Hi-Energy-Ereignisse gut waren, so zeigt sich das Quartett auf dem vierten Album von einer eher nachdenklichen, versöhnlichen Seite. Unter der Regie…
Wenn M.C. Taylor am Werk ist, dann finden klassische musikalische Werte der 70er und die Ideen von The Band, Jackson Browne oder Van Morrison wunderbar leichtfüßig einen Platz im Hier und Jetzt. Klanglich geht es dem rastlosen Amerikaner mit der wunderbar weichen, geradezu beschwörenden Stimme auf dem neuen Album seiner Band Hiss Golden Messenger weniger…
Was für ein… Kerl. Ein überragender Typ der Bror. Der Bro. Bror Gunnar Jansson kommt aus Schweden und haut ein famoses neues Album raus. Famos, ja, beeindruckend, betörend, verstörend. Und famos. Sowie nur sein Album. Denn zwar hat er sich für „They Found My Body In A Bag“ ein bisschen Verstärkung am Cello und den…
Wenn gut nicht gut genug ist: Auch auf ihrem famosen neuen Album „Like The River Loves The Sea“ spürt Joan Shelley dem Besonderen auf dem weiten Feld des zeitgemäßen Indiefolk nach und findet im Spannungsfeld von Schönheit und Schmerz, Anmut und Traurigkeit mit wunderbar intimen Liedern immer wieder neue Ausdrucksformen für ihre wagemutige Experimentierfreudigkeit, die…
Die norwegische Performance-Künstlerin und musikalische Exzentrikerin Jenny Hval lässt auf ihrem neuen Album alle avantgardistischen Nickeligkeiten beiseite, verwendet soundmalerische Experimente nur noch als Garnitur und konzentriert sich stattdessen ganz auf das kommunikative Element ihrer Musik. Das Ergebnis ist eine „ganz normale“ (im Sinne von „verständlicher“ und „nachvollziehbarer“) Club-Pop-Scheibe auf E-Pop-Basis. Bei geringeren wäre das eine…
Manchmal hat man einfach genug – genug vom Lärm, genug vom ständigen Reisen, ohne Pause, immer etwas Neues, immer weiter und weiter. Mal einen Gang zurückschalten und sich wieder sammeln. So oder so ähnlich muss auch es Chelsea Wolfe ergangen sein, nachdem sie in den letzten Jahren mit Alben wie „Pain Is Beauty“ (2013), „Abyss“…
Nun gut: Die Art von Punk-getriebenem Power Pop, den die Paranoyds hier auflegen, kann eigentlich auch nur aus L.A. kommen – wo die Band demzufolge auch ihre Basis hat. Den Namen hat sich das Damen-Trio + Drummer dann auch nicht umsonst gegeben, denn die Mädels haben erkannt, dass es in unseren „dystopischen Zeiten“ nun wirklich…