Mag sein, dass die Band Come in ihrer langen Laufbahn (die gerade durch eine Re-Union-Tour wieder in Schwung kommt) wesentlich…
Mag sein, dass die Band Come in ihrer langen Laufbahn (die gerade durch eine Re-Union-Tour wieder in Schwung kommt) wesentlich bessere und erträglichere Scheiben als ihr Semi-legendäres Debüt „Eleven:Eleven“ eingespielt hat – allerdings war dieses nun mal die erste Scheibe ihrer Art. Der hier vertretene, schroff-desolate, ganz eigene Rock-Blues (im Gegensatz zu Blues-Rock), setzte sich…
Platte der Woche KW 20/2013 Matt Berninger und seine Jungs haben es ja tatsächlich geschafft, im Indie-Rock noch so etwas wie einen eigenen Stil herauszuarbeiten, der – nicht zuletzt aufgrund Berningers warmherzigen Lamento und der polternden Art, in der die Rhythmen abgehandelt werden – tatsächlich einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Die Frage war nur, wie sich…
Dass das dänische Projekt Dangers Of The Sea von dem singenden Drummer Adreas Bay Estrup losgetreten wurde, vergisst man angesichts dieses beeindruckenden Debüt-Albums am besten gleich wieder. Denn erstens sitzt der studierte Jazzer Estrup heutzutage nicht mehr hinter dem Drumkit und zweitens erfüllt sich auch musikalisch keines der Klischees, die sich bei einer solchen Kombination…
Devon Welsh aus Montreal sorgt als Majical Cloudz für die kanadische Variante des E-Pop. Dabei hat er sich – unterstützt von seinem Produzenten Matthew Otto – für eine recht geradlinige, strenge, ja spröde Herangehensweise entschieden. Die für das Genre typischen fetten Beats sucht man z.B. vergeblich. Stattdessen gibt es relativ transparent angerichtete, melancholisch düstere Balladen,…
Hach. Waren das noch Zeiten, als man sich einfach in der Garage hinsetzen konnte und ungestraft seine Psychorock-Elaborate über minderwertige Mikrofone in einen 4-Track-Tape-Recorder kloppen konnte. Und genauso hört sich das fünfte Werk von Deerhunter aus Georgia an. Mal abgesehen davon, dass sich hinter dem ganzen Gekreische, Feedback, Poltern und Röhren tatsächlich veritable Songs befinden,…
Oha – eine Damenband, die klingt wie die Stranglers (jedenfalls für die ersten Minuten)? Das lässt aufhorchen und das macht neugierig. Schließlich sind die Men In Black der Inbegriff des düster dräuenden Testosteron-Rock der ausgehenden 70er Jahre. Immerhin: Ganz so schlimm wird es dann am Ende doch nicht – aber eine klassische Girl-Band sind die…
Vermutlich hat sich selbst Sam Beam Anfangs nicht träumen lassen, dass sein Projekt Iron And Wine einmal solch universelle Dimensionen annehmen würde, wie es das auf dem neuen Album nun mal tut. Immerhin fing der Mann mal mit Home-Recordings an. Davon ist er heute weiter entfernt denn je. Nachdem er sich – wohl auf der…
„Spellbound“ ist eine Hommage an den 1995 verstorbenen Don Cherry (der Vater Neneh Cherrys), der den indischen Stilvirtuosen Trilok Gurtu dereinst überhaupt ermunterte, seinen musikalischen Visionen freien Lauf zu lassen. Eingerahmt von ein paar Samples findet sich eine Reihe von eigenen Tracks, bei denen Cherry auch als Co-Autor genannt wird, und Coverversionen von Miles David…
Von wegen benommen. Kurt Vile ist auf seinem nunmehr fünften Studioalbum ganz bei sich und seinem Gitarrenspiel, das sich großzügig mal akustisch gehalten oder folkig ausgeprägt, mal leicht psychedelisch über das 70-minütige-Werk des Amerikaners zieht, das nicht zuletzt wegen seiner Liebe zu reduzierten Arrangements, einer verträumten Atmosphäre und der gefühlten Zeitlosigkeit als Begleiter in einem…