Es ist jetzt nicht so, dass Sea Wolf ein sensationelles Album gemacht haben. Mögen aber muss man „White Water, White…
Es ist jetzt nicht so, dass Sea Wolf ein sensationelles Album gemacht haben. Mögen aber muss man „White Water, White Bloom“ trotzdem. Weil man all den Leuten, die hier ihre Finger im Spiel hatten, abnimmt, dass sie das Ganze mehr als ernst nehmen und mit echter Liebe und Leidenschaft dabei sind. Angefangen bei den Muckern…
Ben Weaver war zu Anfang seiner Laufbahn auf dem besten Weg, einer dieser typischen Americana-Songwriter zu werden. Doch irgendwann entwickelte der knorrige Mann aus Minnesota – unter anderem durch das Zusammenspiel mit immer neuen musikalischen Partnern – einen ganz eigenen Stil und gehört seitdem in die Riege der Käuze und Wunderlinge, die mit immer neuen…
Sollte Tony Joe White auf seine alten Tage noch anfangen zu experimentieren? Fast könnte man das so sehen, denn das neue Werk ist weit weniger straight und linear als seine „üblichen“ Veröffentlichungen. Die hälfte der Songs ist akustisch gehalten%3B aber nicht nur in Richtung Blues, wie zu erwarten gewesen wäre, sondern auch in Richtung Folk,…
Kriegsbemalung ist ja gemeinhin eher ein männliches Attribut. Nun sind die Damen der All-Girl-Band Warpaint aus Los Angeles aber auch keine typische Mädels-Band. Ganz im Gegenteil: Emily Kokal, Theresa Wayman, Jenny Lee Lindberg und Neuzugang Stella Mozgawa betonen gerne die kämpferische Note in ihren Songs – auch wenn es sich in letzter Konsequenz am Ende…
Platte der Woche KW 43/2010 Aaaaaaaalter, was geht hier ab? Escapado sind die neue Macht. „Montgomery Mundtot“ ist schlicht und ergreifend das Beste, was es so gibt. Derber als ihre letzten Platte, stärker als alles, was das Grand Hotel je gemacht hat, ergreifender und mitreißender als die letzte Turbostaat. Und das liebe Leute, das will…
Was das? Gut das. Die Kreativköpfe von The Strange Death Of Liberal England melden sich mal wieder zu Wort und auch wenn sie ein wenig brauchen, schaffen sie es irgendwann, dass man ihr neues, ihr erstes richtiges Album irgendwie richtig gut findet. Folkig ist es, rockig manchmal, unglaublich poppig und gelegentlich ein wenig dunkler. Bombastisch…
So klingt das, wenn der Kopf im Bauch landet. Also zunächst mal: Es gibt in diesem Trio niemanden, der Christopher Wright heißt. Die Gebrüder Jon und Jason Sunde und ihr Kumpel Jesse Edgington aus Wisconsin mögen nur blumige Begriffllichkeiten – wie z.B. „In Deference To A Broken Back“ – was sich auf eine Rückenverletzung Jasons…
Na das ist doch mal ein interessantes Beispiel dafür, was herauskommt, wenn es heißt, dass im Jazz-Ambiente alles „durchkomponiert“ ist. Kathrin Scheer aus Köln, die sich vorwiegend als Songwriterin und erst dann als Jazzerin begreift, hat nämlich verstanden, dass im songorientierten Format die im Jazz gerne zur Schau gestellte Virtuosität eher stört. Ergo gibt es…
Platte der Woche KW 42/2010 Zum zweiten Mal veröffentlichen Deerhunter auf 4AD ein Album, zum zweiten Mal fährt die Band ein qualitativ großes Geschütz auf. Was zunächst fast schon schleierhaft und atmosphärisch unterkühlt beginnt, wird im Verlaufe des Albums aber immer klarer und wandert aus den Nebelschwaden heraus. Der Opener „Earthquake“ bietet als Einstieg aber…