Beatrice Ardisson ist selbst keine Chansonette, sondern eine D-Jane mit einem ausgefallenen und ausgezeichneten Geschmack. Auf der hier bereits mit…
Beatrice Ardisson ist selbst keine Chansonette, sondern eine D-Jane mit einem ausgefallenen und ausgezeichneten Geschmack. Auf der hier bereits mit der sechsten Folge vorliegende Serie stellt sie nach eigenem Gutdünken zusammengestellte Tracks vor, die „im neuesten Paris“ sich auf den Plattentellern (oder sonst wo) drehen. Keinesfalls Frankophieles, wohlgemerkt, sondern (möglichst obskure) Cover-Versionen aus dem Bereich…
Platte der Woche KW 30/2008 Tricky selbst sagt über sein neues Album in fünf Jahren, dass es sich wie sein erstes anfühle. Und dass er durchaus der Junge aus Knowle West sei, einem Bristoler Ghetto, in dem er aufgewachsen ist. Eine Verjüngungskur? Oder eine Reise in die Vergangenheit? Oder einfach mal wieder locker drauflos, alles…
Ratatat sind superhip, dabei aber richtig gut. Geht denn das? Hip drückt doch eine modische Momentverhaftung aus, die Musik in den seltensten Fällen gut tut? Ganz einfach, durch eine Scheinhipness. Ratatat bestehen aus dem Gitarristen Mike Stroud und dem Elektronisten Evan Mast. Das ist an sich schon deutlichster Hinweis auf die praktizierte Musik – ich…
Wenn man Jason Merritt singen hört, fühlt man sich immer versucht, ihm ein kräftigendes Aufbaupräparat zu verabreichen. Das gilt sowohl für seine Band Timesbold, wie auch für sein Side-Project Whip, bei dem das brüchige Vibrato seines Vortrages naturgemäß noch mehr im Vordergrund steht, als bei den dann doch reichhaltiger und druckvoller arrangierten Elaboraten der Mutterband.…
Look See Proof beackern ein Feld, von dem man glaubte, es wäre von amerikanischen College-Rock und Britischen Pop-Bands schon zu genüge bestellt worden. Hektische Rythmen und mehrstimmiger Gesang, vorgetragen mit einer Energie und Überzeugtheit, als hätten die vier Briten nicht den Schimmer einer Ahnung, dass es das, was sie machen, schon tausende von Malen zuvor…
Platte der Woche KW 28/2008 Das Versprechen, das Beck Hansen bereots zu Beginn seiner Karriere gab, war ja stets das, dass mit seinem musikalischen Konzept prinzipiell immer alles möglich erschien. Schade eigentlich, dass er sich im Folgenden immer mal wieder mit konzeptionellen Ideen und Soundbasteleien selber einengte. Ein Vorwurf, den man seinem neuen Werk freilich…
Sie und er sind in diesem Falle Schauspielerin Zooey Deschanel („Almost Famous“) und der Indie-Musiker M. Ward. Getroffen hat man sich bei den Arbeiten an einem Soundtrack und dort stellte sich heraus, dass Zooey eine verkappte Musikerin ist, die in ihrem stillen Kämmerlein eine Handvoll Songs geschrieben hatte. M. Ward bot sich hier nun als…
„Moderne Versionen von Tony Joe Whites Swamp Classics“ prangt da ein Aufkleber auf der neuen CD des Meisters. Eigentlich ist das ja ein Widerspruch – trifft aber den Kern der Sache ganz gut. Zwar bewegt sich TJW bei den Neuinterpretationen seiner persönlichen Favoriten eigentlich nicht ein Iota von seiner vorgegebenen Linie, jedoch sorgen die Arrangements…