Wer wohnt wohl im Koala Hotel? Wenn es nach Anne McCue geht, dann wohl jedermann. Auf ihrem neuen Album schafft…
Wer wohnt wohl im Koala Hotel? Wenn es nach Anne McCue geht, dann wohl jedermann. Auf ihrem neuen Album schafft es die in den USA ansässige australische Globetrottern alle Einflüsse, die sie in ihrer interessanten Laufbahn zwischen Australien, Vietnam und den USA gesammelt hat, in ihre Songsammlung einfließen zu lassen. War die letzte Scheibe, „Roll“,…
Kleinstadtleben und exaltierter Indierock – zwei Dinge, mit denen sich Cursive bestens auskennen. Zuerst halfen sie zusammen mit Bright Eyes und Co., dass Omaha, Nebraska, einen festen Platz auf der Landkarte aller Musikliebhaber bekam, und dann sprengten sie mit ihrem kunstvollen, intensiven und oft genreüberschreitenden Sound die Grenzen zwischen Collegerock, Punk, Wave und Artrock. Ihr…
Platte der Woche KW 35/2006 Schon mit dem Vorgänger, „As The Cry Flows“ von 2004, war es Seafood endgültig gelungen, sich freizuschwimmen und all die Referenzbands hinter sich zu lassen, die sie zuvor einerseits zwar stets in ein positives Licht getaucht hatten, die andererseits aber auch immer längere Schatten geworfen hatten. Hatten sie damals noch…
Pale sind jetzt im Grand Hotel abgestiegen. Dieser Schritt sei ihnen gegönnt, denn bisher haben die Jungs nicht den Erfolg eingefahren, den sie eigentlich verdient hätten. Sowohl das ungestümere „Razzmatazz“ als auch das deutlich poppigere „How To Survive Chance“ waren tolle Alben. Doch wenn das kaum einer mitbekommt, ist das schade. Das soll sich nun…
Um es vorwegzunehmen: Diese Platte ist todtraurig und nichts für sonnige Gemüter. Aren Emirze, im Hauptberuf Sänger und Mastermind der nicht gerade für ihre ruhigen Töne bekannten Frankfurter Band Harmful, wagt sich erstmals allein an eine Platte und wandelt auf einem schmalen Grat, denn „A Gentle Kind Of Disaster“ ist in erster Linie ein Versuch,…
Platte der Woche KW 34/2006 Die „leisen Nachwehen“ zum letzten Mountain Goats-Album sollen das sein. Gewiss keine schlechte Umschreibung für das neue Werk von John Darnielle und seine Mannen. Denn Darnielle entschied sich hier für den Rückzug ins Ich – was sich auch musikalisch niederschlägt. Obwohl Darnielle nicht alleine agiert, ist dies doch fast ein…
Man braucht nur einige Takte des Openers „One Way Track“ zu hören, um zu wissen, dass diese drei Hamburger Jungs Bands wie Hüsker Dü (melodiöse Härte) und The God Machine (ernstgemeinte Melancholie) gleichermaßen mögen. Die gerne epischen Songs des Trios – mit Tim Panic und Dolby Surrender haben Gitarrist und Bassist auch ganz herausragende Namen,…
Und Humor haben sie auch, die gepflegten Melancholiker von Minor Majority. Eine Scheibe über Gründe, herumzuhängen, hat schließlich auch schon länger keiner mehr gemacht. Musikalisch sind Pal Angelskar und seine Kollegen zwar nicht lustiger geworden, aber ihre sanftmütigen, meist akustisch gehaltenen Elaborate sind auch alles andere als depressiv geraten. Ganz im Gegenteil: Von der Musik…
Als Paul Austin und Robert Fisher in den 90er Jahren das offene Musikanten-Konglomerat Willard Grant Conspiracy gründeten, schien sich zugleich auch eine Art klassischen Autoren-Gespanns gefunden zu haben. Doch mit der Zeit entfremdeten sich die beiden kreativen Köpfe, bis es schließlich zum Bruch kam – dessen genaue Ursachen bis heute offiziell nicht diskutiert werden. Schließlich…