Sir Richard Bishop ist einer der letzten großen Heiligen in Sachen musikalischer Obskuritätenforschungen (und eigenartiger Projekt-Titel). Beschäftigte er sich auf…
Sir Richard Bishop ist einer der letzten großen Heiligen in Sachen musikalischer Obskuritätenforschungen (und eigenartiger Projekt-Titel). Beschäftigte er sich auf seinen letzten Projekten des Öfteren mit dem nahen Osten, so agiert er auf seinem neuen Werk sozusagen ungebunden an Raum und Zeit in einem eher unsortierten Traumzustand („Oreiric“ = „traumähnlich“). Ursprünglich begann der Mann aus…
Die etwas andere Weltmusik-Pop-Scheibe legt die kolumbianische Wahlkanadierin und Art-Pop-Künstlerin Lido Pimienta mit diesem Album vor. Denn während sich Lido produktionstechnisch durchaus modernster Methoden bedient und ihre auf spanisch intonierten Songs mit Samples, Electronica und Studioeffekten in einem kontemporären Setting anrichtet, vermeidet sie auf der musikalischen Seite jedwede R’n’B-Affinitäten wie sie in einem solchen Setting…
Zunächst klang die Sache wie ein Witz. Nach einem der Konzerte auf der Tour zum letzten Dream Syndicate-Album „These Times“ meinte Steve Wynn beiläufig, dass es da wohl noch einen Nachschlag geben werde, denn es gäbe da noch diese 80-minütige Jam-Session, aus der man noch etwas machen könnte. Und das ist nun geschehen: Das neue…
Wichtiger noch als ein scharfes musikalisches Profil scheint für Haley Fohr – bzw. das Alter Ego Jackie Lynn – das Image zu sein. Nachdem Haley zunächst mit dem Folk-Projekt Circuit des Yeux für Furore sorgte, gibt es jetzt ein Nachfolgeprojekt, in dem sich Haley als maskentragende, mystische Drag-Queen Jackie Lynn präsentiert, deren fiktives Leben nun…
„Migration Stories“ ist bereits das zehnte Album, das Matthew Ward als Solo-Künstler unter seinem Künstlernamen M. Ward herausbringt. Eigentlich ist es dabei fast schon überraschend, dass Matthew ungefähr alle zwei Jahre Zeit findet, eigenes Material einzuspielen, da er als Produzent, Gastmusiker und mit seinen zahlreichen „Side-Projects“ ja eigentlich gut beschäftigt ist. Woran arbeitet Matthew denn…
Was dem Kanadier Grant Davidson vielleicht an Rockstar-Charisma abgehen mag (denn der Mann sieht schon seeeehr normal aus), macht er durch ansteckende Begeisterung am eigenen Tun, eine gehörige Portion lebenslustigen Humors und nicht zuletzt durch sein beherzt abenteuerlustiges Songwriting durchaus wieder weg. Das Ganze funktioniert auf seinem aktuellen Album „Shelf Life“ vor allen Dingen deswegen…
Als die Tuareg-Band Tinariwen als erste ihrer Zunft einen über die heimatliche Sahara hinausgehenden Bekanntheitsstatus erzielte, war damals schnell von den „afrikanischen Rolling Stones“ die Rede – einfach weil Tinariwen eine der ersten Mali-Blues-Bands war, die weiland elektrische Gitarren mit ins folkloristische Geschehen einwoben. Während sich die Gründervater allerdings heutzutage eher wieder zu ihren Roots…
Es sind die kleinen, kurzen Augenblicke zwischen den Songs, zwischen dem Gesang, die die Großartigkeit dieser Geschichte zeigen. Wenn man hört, wie Sänger Winston McCall tatsächlich beeindruckt ist, was da gerade passiert. Wenn er ehrlich staunt, wenn er wohl spürt, was da gerade passiert. Denn natürlich sind Parkway Drive längst eine der größten Metal(core)-Bands der Welt,…
Intim, unverfälscht, majestätisch – mit „The Caretaker“, dem vierten Album ihres Projekts Half Waif, gelingt Nandi Rose Plunkett der perfekte Brückenschlag zwischen kühler elektronischer Eleganz und dunkel funkelnden Emotionen. Bruchlos lässt die amerikanische Electro-Pop-Visionärin mit indisch-ugandischen Wurzeln auf ihrer vierten LP Beats aus der Dose und Synthesizer mit Klavier, Gitarre, Streichern, Querflöte, Klarinette und (Kontra-)Bass…