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  • Sufjan Stevens, Nico Muhly, Bryce Dessner, James McAlister – Planetarium

    Platte der Woche KW 23/2017 Die Idee zu einer Space Opera – einer musikalischen Weltenreise durch unser Sonnensystem und darüber hinaus – hatte Sufjan Stevens schon länger. Bevor er sich nach dem Muster seines „Illinois“- Albums allerdings konzeptionell erneut verzetteln konnte, bekam sein Freund, der Komponist Nico Muhly von der belgischen Konzerthalle den Auftrag für…

  • Pixx – The Age Of Anxiety

    Dass auf dem Cover digitale Stacheln aus dem Gesicht von Hannah Rogers aus Chipstead, die sich lieber (nach dem Spitznahmen ihrer Großmutter) Pixx nennt, wachsen ist nicht so verwunderlich. Denn auf dem Debütalbum der jungen Dame geht es um die Ängste, denen man sich als Individuum in einem Zeitalter der Veränderungen ausgesetzt sieht. Zwar stammt…

  • Benjamin Booker – Witness

    Nachdem Benjamin Booker mit seinem ungewöhnlichen R’n’B-Songwriter-Blues-Rock Mix vor zwei Jahren so ziemlich alle Kritiker-Türen einrannte und bei anstehenden Live-Auftritten auch unbedarfte Fans beeindruckte, lief er kurz darauf gleich Gefahr, unter dem Druck ein zweites Album einspielen zu müssen, einem Writers-Block aufzusitzen. Er entschloss sich für einen ungewöhnlichen Weg, den kreativen Fluss wieder anzuregen und…

  • Obey The Brave – Mad Season

    Es wird ja langsam unheimlich. Auch das dritte Obey The Brave-Album ist ein überragend gutes, nach „Young Blood“ und „Salvation“ begeistert auch „Mad Season“ und das von vorne bis hinten, komplett und wieder einmal ein bisschen anders als zuvor. Sagen wir, sagt die Band. Vor drei Jahren sagte sie, dass „Salvation“ einen etwas größeren Punkrock-Einfluss,…

  • Jade Jackson – Ohne Plan B in den Tunnel

    Der Grund, warum sich die Songs des brillanten Debütalbums „Gilded“ von Jade Jackson aus Santa Margarita in Kalifornien anhören, als habe sie ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht als Songs wie diese zu schreiben, ist ganz einfach erklärt: Sie hat ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht als Songs wie diese zu schreiben. Nun müsste das…

  • Aldous Harding – Party

    Schön, dass es immer wieder auch Künstler(inn)en gibt, die es sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben haben, entgegen möglicher Erwartungshaltungen immer wieder mit Überraschungen aufzuwarten. Aldous Harding aus Neuseeland gehört definitiv mit dazu. Nominell macht sie eine Art von organischem Art-Kook-Pop. Unter der Regie von Produzent John Parrish entstand nun aber ein zerbrechlich/düsteres Klangkunstwerk, auf…

  • Vita Bergen – Retriever

    Wer erinnert sich noch an Flock Of Seagulls? Diese britische Band war in den 80er Jahren das personifizierte Feindbild all jener, die sich so gar nicht mit dem künstlichen Setting des damals groß in Mode stehenden New Wave-Pop anfreunden konnten. Und zwar, weil sie all das, was diese Stilrichtung auszeichnete auf groteske Weise idealisierten –…

  • Wimme & Rinne – Human

    Wimme Saari und Tapani Rinne sind für den finnischen Weird-Folk das, was der Krautrock mal für Deutschland war: Eine Art Krabbelgruppe für zum Teil abenteuerliche klangtechnische Experimente, in denen sich Neuzeit und Historie um die Vorherrschaft balgen. Allerdings mit einem Unterschied: Während die Krautrocker weg von den Traditionen wollten, setzen Wimme & Rinne zunächst auf…

  • Doggerland – No Sadness Of Farewell

    Das Doggerland ist ein Relikt aus der Zeit vor dem Brexit: Vor 6000-8000 gab es eine Landmasse, die aus Skandinavien, Deutschland, den Niederlanden und den Britischen Inseln sozusagen eins machte. Das Duo Doggerland – der Brite Richard Burgess und der Schwede Anders Adin – machten diesen Gedanken zum Programm und präsentieren hier nun ein musikalisches…

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