Russell Marsden, der Frontmann des Trios, das sich da Heavy-Metal-mäßig Band Of Skulls nennt, mit Heavy Metal aber so gar…
Russell Marsden, der Frontmann des Trios, das sich da Heavy-Metal-mäßig Band Of Skulls nennt, mit Heavy Metal aber so gar nix am Hut hat, umschreibt die Entwicklung der Band aus Southhampton so, dass die erste Scheibe „Baby Darling Doll Face Honey“ als intime, kleine Angelegenheit begann, die sich durch die anschließende Live-Arbeit zu diesem „riesigen…
Wer auf dem weiten Feld des Indierock nach den interessantesten Platten der letzten Monate sucht, kommt an „Acrobats“ von Peggy Sue nicht vorbei. So dicht die Atmosphäre ist, die das britische Trio auf seinem zweiten Album kreiert, so kompromisslos ist die Herangehensweise. Klassische Refrains sind ebenso Mangelware wie eingängige Hooks, dafür spielen die beiden Sängerinnen…
Als die Österreicherin Anja Plaschg mit ihrem Debütalbum – und insbesondere mit ihren Live-Auftritten – in unseren Breiten aufschlug, erfreute ihre rabenschwarze One-Woman-Show sich allgemeiner Zustimmung, obwohl sie doch wirklich alles tat, sich dieser zu verweigern. Beinahe autistisch hantierte sie da vor sich hin und verzichtete auf so ziemlich alles, was anderen Performern wichtig erscheint.…
Nun, wie Löwinnen röhren die beiden schwedischen Folkpop-Schwestern Söderborg nicht gerade auf ihrem von Mike Mogis betreuten US-Debüt. Allerdings bietet diese zweite Scheibe deutlich mehr Zutaten als das eher asketisch gehaltene Debüt-Album, auf dem die Damen ja eher als Flüstertüten auftraten. Mit voller Band-Besetzung (in der Mogis und Nate Walcott von Bright Eyes mitspielen) und…
Liz Green stammt aus Liverpool, veröffentlichte vor vier Jahren ihre Debüt-Single und erzählt in ihren akustischen Songs kleine Mörder- und Kitchen Sink-Dramen über sympathische Außenseiter – eher Blues-Themen, nur dass Liz keinen Blues macht. Sie macht auch keinen Folk und keinen Jazz – obwohl alles irgendwie in ihren Songs anklingt. Vielmehr hat Liz auf diesem…
Auf seinem neuen Album hat der Münchener Abenteuermusikant Phil Vetter – unterstützt von dem argentinischen Produzenten Francisco Perez Mazon – so gut wie alles selber gemacht. Und das ist gut so, denn das angenehm unberechenbar daherlavierende Opus kennt kein Pardon, keine Grenzen, keine Dünkel: Anything goes. So kann nur eine Scheibe von jemandem klingen, der…
Ohne ihre früheren Bands Sleater-Kinney, Helium und The Minders wäre die Geschichte des amerikanischen 90er-Jahre-Indierock ohne jeden Zweifel ganz anders verlaufen, eine Supergroup wollen Carrie Brownstein, Janet Weiss, Mary Timony und Rebecca Cole alias Wild Flag dennoch nicht sein. Das unterstreicht auch ihr großartiges selbstbetiteltes Debütalbum. Dem Quartett geht es ganz offensichtlich nicht um kommerziellen…
Wild Flag ist nicht mehr oder weniger als eine All Star All Girl Supergroup. Carrie Brownstein und Janet Weiss von Sleater-Kinney und Mary Timony von Helium ergeben – ergänzt um Keyboarderin Rebecca Cole – eine ideale Schnittmenge aus den vorgenannten Projekten, wobei es ihnen gelingt, zugleich poppiger und zugängliche rüberzukommen als je zuvor, Fehler der…
Als Gitarristin/Sängerin bei der US-Seltsam-Folk-Band Espers, die Meg Baird mit begründete, pflegte sie bereits einen recht puren, wenn nicht gar asketischen Ansatz in Sachen kontemporärer Folk-Emulationen. Noch mehr orientierte sie sich bei ihrem Solo-Debüt „Dear Companion“ in diese Richtung – etwa indem sie Songs großer Songwriter interpretierte. Fast vier Jahre nahm sie sich danach Zeit,…