Und auf einmal waren sie groß. Trümmer, erst drei, inzwischen vier junge Männer, beheimatet in Hamburg, erfolgreich im ganzen Land.…
Und auf einmal waren sie groß. Trümmer, erst drei, inzwischen vier junge Männer, beheimatet in Hamburg, erfolgreich im ganzen Land. Und seit kurzem mit dem zweiten Album am Start. Ende April erschien „Interzone“ und wir waren und sind ziemlich beeindruckt. „Denn so gut ‚Trümmer‘ war, so sehr gut ist ‚Interzone‘. Vielfältiger, spannender, ungezwungener“, schrieben wir…
Platte der Woche KW 21/2016 Wie es in der Bio des Duos Kacy & Clayton ganz richtig heißt, strömt deren Musik jene Art zeitloser Qualität aus, die sich nur erreichen lässt, wenn man sich für die musikalische Gegenwart so gar nicht interessiert. Zunächst mal ist das verwunderlich, denn Kacy & Clayton sind gerade mal 19…
Kaum ein Planet ist mit einem so großen Sehnsuchtspotenzial behaftet wie der Mond. Der irische Songwriter Patrick O’Laoghaire alias I Have A Tribe fühlte sich so sehr von ihm in den Bann gezogen, dass er ihm sein Debüt „Beneath A Yellow Moon“ widmete. Schließlich strahlte jener ferne Anziehungspunkt jeden Abend über dem Studio, in dem…
Da kann man mal sehen, wie ausgeliefert manche Musiker der kreativen Urgewalt ihres Metiers eigentlich sind. Als es darum ging, ein Nachfolgealbum für Melanie De Biasios Debüt-Album „No Deal“ aufzunehmen, entwickelte sich ein Setting, in der Zeit und Raum sich plötzlich auflösten, was dazu führte, dass „Blackened Cities“ an einem Stück aus dem Nichts heraus…
Heutzutage muss man da schon etwas ausholen: Red Krayola With Art & Language war ein in den 80ern des letzten Jahrhunderts relativ angesagtes Avantgarde-Pop-Ensemble aus dem Pere Ubu-Umfeld, das von seinem Mastermind Mayo Thompson (und dem legendären Synth-Wiz Allen Ravenstine) dazu missbraucht wurde, verstiegenste New Wave-, Jazz-, Fake-Funk- und Dub-Elemente (alles damals angesagte und hoffähige…
Es dauert nur wenige Momente. Ein paar Riffs, ein bisschen Gesang, ein bisschen The Jelly Jam – und schon haben sie gewonnen. Man weiß: Verdammt, diese Band ist gut. Und das, obwohl sie im Gegensatz zu ihrer Besetzung – Ty Tabor (King’s X), John Myung (Dream Theater) und Rod Morgenstein (Winger, ex-The Dixie Dregs) –…
Die Songs zu ihrem dritten Album schrieb die in Moskau geborene, in Alaska aufgewachsene und in Brooklyn residierende Olga Bell nachdem sie den Dokumentarfilm „Paris Is Burning“ gesehen hatte und ließ sich dabei musikalisch inspirieren von Slowcore Club-Musik niedriger Schlagzahl wie z.B. Portishead oder Westcoast-HipHop. So versucht Olga Bell zu erklären, was die studierte Elektronik-Komponistin…
Auf ihrem dritten Album macht Joana Serrat sozusagen Nägel mit Köpfen: Sie reiste von ihrer Heimat Barcelona nach Montreal und spielte die neue Songsammlung unter der Regie von Howard Bilerman ein, der u.a. für Arcade Fire und die Barr Brothers hinter den Reglern saß. Das war sicherlich eine richtige Entscheidung, denn Bielermans No-Nonsense-Approach – der…
Platte der Woche KW 20/2016 Kurz gesagt, entdeckt die bislang für ihre ruhigen Folksongs bekannte Songwriterin Marissa Nadler auf ihrem siebten Album ihre symphonische Ader. Denn nicht nur, dass sich viele mit geradezu hymnischen Melodiebögen präsentieren – was für ihre bisherige Art, um die möglichen Harmonien eher herumzusingen, ungewöhnlich ist -, auch arrangementstechnisch griff Marissa…