Anthony Thet macht keine halben Sachen. Der gebürtige Erfurter fährt auf diesem erstaunlichen Debüt-Album alles auf, was eine Produktion fett…
Anthony Thet macht keine halben Sachen. Der gebürtige Erfurter fährt auf diesem erstaunlichen Debüt-Album alles auf, was eine Produktion fett und teuer macht. Neben einer voll ausgelasteten Band sind dies vornehmlich Bläser und Chöre – die freilich zuweilen in Dancehall-Stärke auftreten. Das macht aber durchaus Sinn (zumindest musikalisch%3B denn ob sich das wirtschaftlich rechnet, muss…
Platte der Woche KW 18/2013 Mit ihrem zweiten Album „White Orchid“ gehen die fünf Jungs von French Films den entscheidenden Schritt weiter und liefern die logische – und fantastische – Konsequenz des ebenso brillanten Vorgängers ab: Wo es 2011 auf „Imaginary Future“ noch um den perfekten Surfpop-Song in 2:30 Minuten ging, legen French Films auf…
Valerie June legt mit ihrem erstaunlichen Solo-Debüt etwas sehr Seltenes vor: Eine Americana-Scheibe, die aufhorchen lässt. Einfach deswegen, weil sich hier nicht ein Klischee ans nächste reiht, sondern weil es der Protagonistin gelingt, etwas sehr eigenständiges auf die Beine zu stellen. Neben der für dieses Genre unüblichen, mädchenhaften Gesangsstimme ist es ein anderer Umstand, der…
Mit schöner Regelmäßigkeit beglücken uns Sid Griffin und seine Coal Porters (der britischsten aller Bluegrass Acts) mit ihrer zunehmend attraktiveren Mixtur aus typisch amerikanischen Musiktraditionen und britischer Geselligkeit. Auf dem aktuellen Werk, das schon eine Weile draußen ist, gefällt wieder einmal die zunehmen wichtigere Rolle, die Geigerin/Sängerin Carly Frey mit ihren Beiträgen spielt. Hinzu kommen…
Niemand käme wohl auf die Idee, dass es sich bei den Treetop Flyers vorwiegend um Engländer handeln könnte, denn was das Quintett hier macht, ist klassischer Country-Rock im lupenreinen Westcoast-Setting. Zugegebenermaßen ist das eine Stilnische, die im typischen Americana-Umfeld heutzutage weniger bedient wird (schon gar von Engländern) und somit ist dies ehrenwert. Dabei bleibt es…
Pieter Nooten ist ein Träumer, ein Maler, ein Klangträufler und -tupfer, ein Atmosphäriker wie er im Buche steht. Nun – das kann man ja tendenziell allen Instrumental-Artisten nachsagen, die sich (gerne auf dem Esoterik-Sektor) auf ihren uninspirierten Klangteppichen austoben. Hier ist das allerdings ein wenig anders. Denn Nootens kontemplative, melancholische Zeitlupen-Sound-Gebilde sind nicht beliebig dahergekleckert,…
Nach drei Alben war Schluss. Rough Trade und The Veils gingen getrennte Wege. Das neue Album „Time Stays, We Go“ markiert einen Einschnitt in Sachen Künstler-Label-Zusammenarbeit, aber hinterlässt musikalisch keinesfalls böse Kerben im Songwriting von Frontmann Finn Andrews und seinen Bandkollegen. Der vierte Studiobesuch der Neuseeländer hat in kreativer Hinsicht auch weiterhin eine beständige Komponente…
Das Projekt Guards begann als Spielwiese von Richie Follin, der sich als Gitarrist bei der New Yorker Indie-Pop-Band Cults nicht ganz ausgelastet fühlte und begann, zusammen mit Cults Drummer Loren Humphrey, an Songmaterial zu arbeiten. Als dann Keyboarderin Kaylie Church hinzu kam, war die Band Guards geboren. Das Rezept des Trios ist dabei recht einfach:…
Inge Andersen ist die derzeitige Gattin der Folksongwriter-Legende Eric Andersen, die mit diesem akustischen Album ihr Debüt vorlegt. Dieses ist dabei keinesfalls als Schnellschuss zu werten: Den von Garth Hudson produzierten Song „Prodigal Son“ nahm Inge bereits vor zehn Jahren auf. Das passt aber in den Rahmen des Albums, denn hier präsentiert sich eine Frau…