Quantitativ gesehen, ist die Ausbeute der Veröffentlichungen aus dem Stereolab-Kreis seit ihrer Gründung vor circa zwanzig Jahren recht ansehnlich. Obwohl…
Quantitativ gesehen, ist die Ausbeute der Veröffentlichungen aus dem Stereolab-Kreis seit ihrer Gründung vor circa zwanzig Jahren recht ansehnlich. Obwohl sie vor kurzem eine undefinierbare Pause ankündigten, erscheint nun ihr neues und mittlerweile zwölftes Album „Not Music“ und dieses holt die Band zumindest auf CD gepresst wieder aus ihrer selbst auferlegten Versenkung an die Oberfläche…
Das, was Paul Carrack schließlich am besten kann, ist ja nun mal zu singen – entweder für sich selbst, oder als „Stimme“ von Projekten anderer Musikanten, wie z.B. Mike And The Mechanics. Dass er darüber hinaus auch noch als Songwriter unter eigenem Namen tätig ist, fällt dabei gar nicht mal so besonders ins Gewicht, stört…
Sind wir doch mal ehrlich. Soul kann manchmal ganz schön übel klingen. Schnell wird es schmalzig, belanglos, öde. Doch Soul kann auch einfach derbe gut sein. Aufregend und mitreißend, spannend und spitze. Dinner At The Thompson’s bewegen sich irgendwo dazwischen. Und sind dabei gar keine reine Soulband.Für ihr neues Album hat sich das französisch-amerikanische Duo…
Mit ihrem letzten Album, „Victorian America“, hatte sich Emily Jane White nicht nur eine eigene musikalische Nische erarbeitet, sondern sogar eine Art alternativen Gegenentwurf zur tatsächlichen (musikalischen) Geschichte: Emily macht zwar folkbasierte Americana, die indes einem ganz eigenen ästhetischen Prinzip folgt. Das tut auch das neue Werk, das nahtlos an „Victorian America“ ansetzt und wieder…
Frankie Rose hat in gewissen Zirkeln bereits einen Namen als Drummerin für Crystal Stilts, Dum Dum Girls und Vivian Girls – alles Outfits aus dem New Yorker Indie-Ghetto. Auf dem selbst betitelten Longplayer-Debüt gibt es allerdings eine musikalische Vision zu hören, die es so vorher bestenfalls in Ansätzen gegeben hat. Es gibt eine Art universellen…
Japanische Acts findet man in unseren Breiten ja nicht so viele. Und wenn, dann sind es entweder Visual-Kei-Monstren oder solche, die sich westlichen Klanggewohnheiten angenähert sind. Bei Shugo Tokumaru ist die Sache nicht so ganz einfach. Zwar verwendet der Tokyoter Songwriter Shugo Tokumaru auf diesem vierten Album durchaus gewöhnliches, westliches Instrumentarium – allerdings ungewohntes: Neben…
Wo möchte das japanische Elektronik-Noise-Post-Rock-Duo aM eigentlich noch hin? Sehr viel weiter kann man – auch musikalisch – nicht in entfernte Galaxien vordringen, ohne die Bodenhaftung vollkommen zu verlieren. Selbst bei dem vorliegenden Album wird es schon beängstigend unkonkret. Da lösen sich die anfangs vorhandenen Strukturen immer mehr zu einem chaotischen Brei auf, in dem…
Gerade in den Anfangszeiten des Labels war Warp Records der Heimathafen für viele Künstler, die sich maßgeblich von Brian Enos bahnbrechenden Experimenten mit elektronischer Musik seit Ende der 70er-Jahre hatten beeinflussen lassen. Mehr als 20 Jahre nach der Gründung der Sheffielder Plattenfirma schließt sich nun praktisch der Kreis mit Enos neuestem Werk, seinem ersten für…
Zu versuchen, die großen Bertholinis mit der normalen Nomenklatur der Popmusik zu vereinbaren, ist, als versuche man mit einem Thermometer die Geschwindigkeit zu messen. Man wird zwangsläufig scheitern. Die ungarischen Musikanten mit dem Ruch der Zirkusluft haben all dem, was sie bereits auf ihrem Debüt an torkelnden Unwägbarkeiten präsentierten, auf dem neuen Album sogar noch…