Mit ihrem letzten Album, „Strangers“, war Marissa Nadler vor zwei Jahren ein Stück weit von den karg instrumentierten Folk-Songs und…
Mit ihrem letzten Album, „Strangers“, war Marissa Nadler vor zwei Jahren ein Stück weit von den karg instrumentierten Folk-Songs und der Ich-Erzähler-Perspektive abgerückt, die sie zuvor zu einer der herausragenden Vertreterinnen des Genres hatten werden lassen. Stattdessen setzte sie gemeinsam mit Produzent Randall Dunn auf einen vollen und atmosphärischen, ja, manchmal schon fast symphonisch anmutenden…
Es ist schon erstaunlich, wie konsequent und kreativ sich heutzutage die jungen Elektro-Eleven zuweilen vom offensichtlich bequemeren Pfad entfernen. Die DJane und Produzentin Marie Davidson aus Montreal hätte es sich schließlich einfach machen können, und eine geradlinige Club-Scheibe auf den Markt schmeißen können. Nicht, dass man zu einigen der Tracks auf „Working Class Woman“ nicht…
Als DJ hatte Tim Green ja Gelegenheit genug, das, was er – zusammen mit einer Reihe von Gästen aus dem Club-Sektor – hier unter dem Projektnamen Invisible Minds als Produzent und Songwriter zusammenfasst, zu studieren. Als Referenzpunkte gibt er hier Peter Gabriel und Björk als Extreme an. Ganz so experimentell wird die Sache aber nur…
Jenny Rossander aus Kopenhagen schlägt auf diesem neuen Album einen bemerkenswert vielschichtigen Weg ein. Unter anderem inspiriert von einem längeren Aufenthalt in Shanghai liefert sie so eine Art musikalischer Portraits verschiedener Charaktere ab, die sich im Gewusel der Stadt an verschiedenen Landmarken wiederfinden, während sie sich musikalisch orientalischer Andeutungen und Vignetten bedient, die sie in…
Keine Frage: Auf ihrem zweiten Album hat sich Annelotte de Graaf viele Gedanken gemacht. Das führt einerseits zu einem soliden philosophischen Unterbau – wobei die Holländerin bemüht ist, ihre eigene Identität, die Suche nach dem Glück, unsere schnelllebig/chaotischen Zeiten und überhaupt den Lauf der Zeiten unter einen Hut zu bringen. Und auf der anderen Seite…
Mogwai meets Kraftwerk? Post-Math-Rock? Für Fans von 65daysofstatic? Frühe Orbital? Modulare Synth-Sounds, Cosmic-Rock, hypnotischen Klänge und pulsierende Rhythmen? Man liest so einiges, wenn man etwas über Go March liest. Vieles stimmt, manches muss man sich vielleicht ein bisschen herbei hören. Den Cosmic-Rock erkennt man zum Beispiel nicht sofort, auch wenn hier und da Gitarren erklingen. Dafür tauchen…
Eigentlich ist William Fitzsimmons ein Jahr zu spät dran. Denn bereits im Sommer 2017 hatte der Mann aus Illinois sein erstes vollständiges Album seit dem 2014er Werk „Lions“ fertig gehabt. (Zwischenzeitlich gab es ja zwei autobiographisch geprägte EPs, auf denen er die Geschichte seiner Familie in Pittsburgh thematisierte.) Aber gerade als er die Aufnahmen beendet…
Als Gitarrist hatte Jasper Maekelberg bislang seinen Kollegen Maarten Devoldere bei den Live-Auftritten von dessen Projekt Warhaus unter die Arme gegriffen. In seiner belgischen Heimat ist der Mann als Produzent immerhin eine solche Bekanntheit erreicht, dass ein Dokumentarfilm über ihn gedreht wurde. Faces On TV ist nun sein Einstieg ins Geschäft als Solo-Künstler. Dass er…
The Breath ist das Duo Projekt der Irin Ríoghnach Connolly aus Armagh (die durch ihre Beiträge für das Afro Celt Sound System bekannt wurde) und Stuart McCallum aus Manchester, der zuvor als Gitarrist für das Cinematic Orchestra verantwortlich zeichnete. Zusammen lassen sie die bisherigen Projekte jedoch auf bemerkenswert eigenständige Weise hinter sich und ergehen sich…